Siligo

Sartizza-Wurstfest in Siligo 2026

The village of Siligo among the green hills of Meilogu
© Gianni Careddu · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Am Samstag, dem 5., und Sonntag, dem 6. Dezember 2026, widmet Siligo, ein kleines Dorf im Meilogu im Norden Sardiniens, zwei Tage der Sartizza, der traditionellen sardischen Wurst. Die Sagra della Sartizza verbindet Verkostungen, Musik und regionale Produkte in echter Dorffest-Atmosphäre – genau zu Beginn der Jahreszeit, in der traditionell das Schweinefleisch verarbeitet wird.

Eine Sagra ist ein typisch italienisches Dorffest rund um eine lokale Spezialität: ungezwungen, herzlich und von der Gemeinschaft selbst organisiert. Ideal, um echte sardische Küche zu probieren und zugleich eine der geschichtsträchtigsten Landschaften des Nordens kennenzulernen.

Die Sartizza: Geschichte einer bäuerlichen Tradition

Auf Sardisch bedeutet Sartizza (je nach Gegend auch Saltitza) hausgemachte Schweinswurst. Jahrhundertelang war das Schlachten des Hausschweins in den kalten Monaten ein kleines Gemeinschaftsereignis: Verwandte und Nachbarn kamen zusammen, verarbeiteten das Fleisch und legten Vorräte für das Jahr an. So entstand die Sartizza – Fleisch mit dem Messer geschnitten oder grob gehackt, gewürzt mit Salz, Pfeffer und wilden Fenchelsamen, manchmal auch mit etwas Knoblauch oder Wein.

Gegessen wird sie frisch, über der Glut gegrillt oder in Saucen geschmort, oder luftgetrocknet, nachdem sie an einem kühlen, luftigen Ort fest und aromatisch geworden ist. Jede Familie hat ihr eigenes Rezept. Das Fest in Siligo, getragen von der Dorfgemeinschaft und der Pro Loco (dem örtlichen Tourismusverein), feiert genau dieses überlieferte Wissen.

Was beim Wurstfest in Siligo geboten wird

An beiden Tagen erwartet Sie:

  • Verkostungen von Sartizza, frisch vom Grill und luftgetrocknet, mit Brot und Wein aus der Region;
  • Musik und Festbetrieb in den Straßen und auf den Plätzen;
  • Stände mit regionalen Produkten – Wurstwaren, Käse der Hirten der Gegend, Süßes und weitere Spezialitäten des Meilogu.

Das genaue Programm mit Uhrzeiten veröffentlichen die Veranstalter und die Gemeinde Siligo kurz vor dem Fest. Es kann sich von Jahr zu Jahr ändern – bitte vor der Abfahrt prüfen.

The rooftops of central Siligo with the Meilogu hills behind
© Gianni Careddu · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Was man isst und was man mitnimmt

Die Hauptrolle spielt natürlich die Sartizza. Wenn sie Ihnen schmeckt, fragen Sie, ob Sie luftgetrocknete Würste kaufen können: Sie halten sich gut und lassen sich problemlos transportieren. Daneben bietet der Meilogu:

  • Schafskäse, frisch und gereift, aus einer bis heute lebendigen Hirtenkultur;
  • traditionelles Brot aus dem Holzofen;
  • sardisches Gebäck mit Mandeln, Honig und Sapa (eingekochtem Traubenmost);
  • Wein aus Kellereien Nordsardiniens, ideal zum Grillfleisch.

Im Dezember beginnt außerdem die Zeit der Weihnachtsgebäcke – eine gute Gelegenheit für kulinarische Geschenke.

Sehenswertes in Siligo und Umgebung

Siligo hat nur gut 700 Einwohner, doch die vulkanische Landschaft ist eindrucksvoll. Über dem Dorf erhebt sich der Monte Santo (733 m), ein Tafelberg, auf dem die Kirche Santi Elia ed Enoch steht. Sie ist mit den Benediktinern von Montecassino verbunden, denen der mittelalterliche Herrscher Barisone I. von Torres im 11. Jahrhundert hier Land schenkte. Vom Gipfel reicht der Blick weit über den Logudoro.

Gleich außerhalb des Dorfes liegt der archäologische Park Mesumundu mit der Kirche Nostra Signora di Mesumundu: ein seltener Bau aus byzantinischer Zeit, gegen Ende des 6. Jahrhunderts über einer römischen Thermenanlage errichtet und im Mittelalter umgestaltet – eines der ältesten und ungewöhnlichsten Baudenkmäler Sardiniens.

Siligo ist zudem der Geburtsort von Maria Carta, der großen Sängerin, die die sardische Musik in die Welt trug; das Dorf ehrt sie mit einer Stiftung und einem Museum. Sternenfreunde finden auf dem Monte Santo eine Sternwarte und im Ort ein Planetarium.

In kurzer Fahrzeit erreichbar:

  • die Basilika von Saccargia in Codrongianos, ein schwarz-weiß gestreiftes Juwel der sardischen Romanik;
  • das Tal der Nuraghen mit dem mächtigen Nuraghe Santu Antine bei Torralba – Nuraghen sind bronzezeitliche Steintürme, die es nur auf Sardinien gibt;
  • zahlreiche weitere Nuraghen in der Landschaft rund um Siligo.

Anreise nach Siligo und praktische Tipps

  • Mit dem Auto: Siligo liegt nahe der SS131, der Schnellstraße quer durch Sardinien. Von Sassari sind es etwa 35–40 Minuten. Ein Mietwagen ist praktisch unverzichtbar.
  • Von den Flughäfen: von Alghero etwa 1 Stunde, von Olbia etwa anderthalb Stunden, von Cagliari etwa zweieinhalb Stunden.
  • Von den Häfen: von Porto Torres etwa 50 Minuten, von Olbia etwa anderthalb Stunden.
  • Ankunft: Das Fest findet am Wochenende statt; kommen Sie zum Mittagessen oder am frühen Nachmittag.
  • Kleidung: Im Dezember wird es im Meilogu abends kalt – warme Jacke und bequeme Schuhe.
  • Bargeld: Nehmen Sie etwas mit, nicht jeder Stand akzeptiert Karten.
  • Unterkunft: In der Umgebung gibt es Agriturismi (Bauernhöfe mit Gästezimmern) und B&Bs, mehr Auswahl in Sassari.

Häufige Fragen zur Sagra della Sartizza in Siligo

Wann findet das Sartizza-Fest in Siligo 2026 statt?

Am Samstag, dem 5., und Sonntag, dem 6. Dezember 2026.

Was ist Sartizza?

Die traditionelle sardische Schweinswurst, gewürzt mit Salz, Pfeffer und wildem Fenchel, frisch gegrillt oder luftgetrocknet gegessen.

Wo liegt Siligo?

Im Meilogu in der Provinz Sassari, unterhalb des Monte Santo und nahe der SS131, etwa 35–40 Autominuten von Sassari.

Was kann man in der Nähe von Siligo besichtigen?

Die byzantinische Kirche Nostra Signora di Mesumundu, den Monte Santo, das Maria-Carta-Museum, die Basilika von Saccargia und den Nuraghe Santu Antine.

Quelle: sagreautentiche.it