Siurgus Donigala

Saboris Antigus 2026 in Siurgus Donigala und Umgebung

Lake Mulargia among the hills of Sarcidano
© ggalleri · Wikimedia Commons · CC BY 3.0

Saboris Antigus – auf Sardisch „alte Geschmäcker“ – ist ein Wanderfest, das jeden Herbst durch die Dörfer der Trexenta und des Sarcidano zieht. Es feiert Hausmannskost, regionale Erzeuger und Rezepte, die in den Familien weitergegeben werden. An den Sonntagen vom 15. bis 29. November 2026 macht es Station in Siurgus Donigala und den Nachbarorten – ein schöner Anlass für einen Tag im ländlichen Süden Sardiniens, zwischen Weizenfeldern, alten Kirchen und Tischen, die gedeckt sind wie früher.

Saboris Antigus: Geschichte und Bedeutung

In Italien ist eine Sagra ein Dorffest rund um ein regionales Lebensmittel. Saboris Antigus verteilt diese Idee auf eine ganze Landschaft. Der vollständige Name lautet Sa dia de is saboris antigus in is bias de su trigu – „der Tag der alten Geschmäcker auf den Wegen des Weizens“. Die Trexenta war immer Getreideland und gilt als eine der „Kornkammern Roms“: sanfte Hügel, fruchtbare Böden und eine bäuerliche Kultur, die sich um den Kreislauf des Weizens dreht, von der Aussaat bis zum Brotbacken.

Neun Gemeinden machen mit und richten nacheinander je eine Etappe aus: Gergei, Selegas, Serri, Siurgus Donigala, Gesico, Suelli, Guasila, Nurri und Mandas. Die Ausgabe 2026 ist die dreizehnte und stellt die Menschen in den Mittelpunkt: die Erzeuger, die Familien, die traditionelle Rezepte bewahren, und die jungen Leute, die in ihren Dörfern bleiben oder dorthin zurückkehren. Es ist weniger eine Messe als eine Möglichkeit, eine Region über die Menschen kennenzulernen, die dort leben.

Das gesamte Fest erstreckt sich über Herbst und Winter. An den Sonntagen vom 15. bis 29. November nennt das offizielle Programm Siurgus Donigala (15. November), Gesico (22. November) und Suelli (29. November). Prüfen Sie vor der Abfahrt bitte das aktuelle Programm der Gemeinden und Veranstalter.

Was Sie bei Saboris Antigus erwartet

Jede Etappe hat ihren eigenen Charakter, doch das Grundmuster ist vertraut. Der Ortskern füllt sich mit Ständen voller Spezialitäten und Handwerk aus der Region, oft aus biologischem Anbau oder direkt vom Hersteller. Man probiert, kauft direkt beim Erzeuger und kommt vor allem ins Gespräch – eine seltene Gelegenheit, einen Hirten nach der Reifung seines Käses oder eine Großmutter nach ihrem Brotteig zu fragen.

Zum Programm gehören in der Regel:

  • Verkostungen regionaler Produkte und traditioneller Gerichte;
  • Handwerksworkshops und Vorführungen alter Techniken;
  • Begegnungen mit Köchen und Gästen, die die Rezepte der Gegend neu interpretieren;
  • Besichtigungen der Kunst, Archäologie und Natur des gastgebenden Dorfes.

Uhrzeiten, Menüs und Gäste der einzelnen Sonntage geben die Veranstalter bekannt. Unser Tipp: Kommen Sie am späten Vormittag, wenn die Stände geöffnet sind und am meisten los ist.

The church of Santa Maria in Siurgus Donigala
© Enfisema · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Was man isst und mit nach Hause nimmt

Die Hauptrolle spielt der Weizen und mit ihm das Brot: traditionelle Laibe aus dem Holzofen, Hartweizenbrot und kunstvoll geformte Festtagsbrote. Dazu gibt es hausgemachte frische Pasta, Käse von Schaf und Ziege, Wurstwaren, Honig, Olivenöl und Weine aus der Umgebung.

Probieren Sie auch die traditionellen Süßigkeiten mit Mandeln, Sapa (eingekochtem Traubenmost) und Frischkäse – sie unterscheiden sich von Dorf zu Dorf. Rund um Siurgus Donigala sind die Hügel mit Korkeichen bedeckt, deshalb ist Korkhandwerk ein sehr typisches Mitbringsel. Nehmen Sie eine große Tasche mit: Brot, Käse und Eingemachtes kauft man hier gern direkt beim Hersteller.

Sehenswertes in Siurgus Donigala und Umgebung

Siurgus Donigala entstand 1927 aus dem Zusammenschluss zweier Dörfer. In römischer Zeit lag es an der Straße zwischen Karalis (dem antiken Cagliari) und dem Sarrabus, im Mittelalter war es Hauptort eines Verwaltungsbezirks. Sehenswert sind die Pfarrkirche San Teodoro byzantinischen Ursprungs, die Kirchen Santa Susanna und San Francesco sowie in Donigala die Kirche Nostra Signora di Monserrato und das Heiligtum San Sebastiano.

In der Gegend stehen Dutzende Nuraghen – die steinernen Türme der sardischen Bronzezeit. Der wichtigste ist Su Nuraxi, um den herum der erste Ortskern entstand; Arcei gilt als der älteste. Wenige Kilometer entfernt liegt der Mulargia-See, ein großer Stausee zwischen Hügeln, ideal für einen Spaziergang, eine Radtour oder Fotos bei Sonnenuntergang.

In der Umgebung lassen sich weitere Ziele verbinden: Suelli mit der Kirche San Pietro, die mit einem mittelalterlichen Bistum verbunden ist; Gesico mit dem Komplex San Sebastiano; Mandas mit der Kirche San Giacomo; der archäologische Park Pranu Mutteddu in Goni mit seinen Menhiren; und das nuraghische Heiligtum Santa Vittoria in Serri, einer der stimmungsvollsten prähistorischen Orte der Insel.

Anreise und praktische Tipps

Siurgus Donigala liegt im Süden Sardiniens, etwa eine Autostunde von Cagliari mit Flughafen Elmas und Fährhafen entfernt. Von den Flughäfen Alghero oder Olbia sollten Sie rund drei Stunden einplanen. Ein Mietwagen ist am praktischsten, denn die Etappen wechseln die Orte und sonntags fahren kaum Busse.

  • Kleidung: Ende November kann es kühl und feucht sein, vor allem abends. Eine Jacke und bequeme Schuhe sind ratsam.
  • Bargeld: Nicht alle kleinen Erzeuger akzeptieren Karten.
  • Ankunft: am besten am späten Vormittag, um in Ruhe zu stöbern und zum Mittagessen zu bleiben.
  • Unterkunft: Vor allem B&Bs und Agriturismi (Ferien auf dem Bauernhof); alternativ wohnen Sie in Cagliari und machen einen Tagesausflug.

Häufige Fragen zu Saboris Antigus 2026

Wann findet Saboris Antigus 2026 in Siurgus Donigala und Umgebung statt?

An den Sonntagen vom 15. bis 29. November 2026. Laut offiziellem Programm ist die Etappe am 15. November in Siurgus Donigala, am 22. in Gesico und am 29. in Suelli. Das gesamte Fest umfasst neun Dörfer und läuft auch an anderen Terminen.

Was bedeutet „Saboris Antigus“?

Es bedeutet „alte Geschmäcker“ im campidanesischen Sardisch. Der volle Name heißt übersetzt „der Tag der alten Geschmäcker auf den Wegen des Weizens“.

Welche Dörfer nehmen teil?

Neun Gemeinden der Trexenta und des Sarcidano: Gergei, Selegas, Serri, Siurgus Donigala, Gesico, Suelli, Guasila, Nurri und Mandas.

Was kann man in der Nähe von Siurgus Donigala besichtigen?

Den Mulargia-See, die Nuraghen Su Nuraxi und Arcei, die Kirchen San Teodoro und Nostra Signora di Monserrato sowie in der Umgebung das Heiligtum Santa Vittoria in Serri und die Menhire von Pranu Mutteddu in Goni.

Quelle: siviaggia.it