Was man in Ussana unternehmen kann
Ussana bei Cagliari: romanische Kirche San Saturnino, römischer Sarkophag, Thermen aus dem 4. Jh. und Lehmziegelhäuser im Campidano.

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Ussana ist ein landwirtschaftlich geprägter Ort in der Campidano-Ebene, am Rand des Hügellands Parteolla, etwa 25 km von Cagliari entfernt. Meer und Menschenmassen gibt es hier nicht, dafür einige Überraschungen: eine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert mit wiederverwendeten römischen Säulen, einen kunstvoll verzierten Marmorsarkophag und die Reste römischer Thermen. Ideal für Sie, wenn Sie Archäologie, traditionelle Lehmziegelhäuser und kurze Ausflüge nahe Cagliari mögen.
Sehenswürdigkeiten in Ussana
Kirche San Saturnino
Die Kirche steht auf einer kleinen Anhöhe im Ort und ist das bedeutendste Bauwerk Ussanas. Sie entstand im frühen 12. Jahrhundert und hat zwei Schiffe, deren Bögen auf römischen Säulen ruhen, darunter zwei korinthische Kapitelle aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Im 18. Jahrhundert wurde die Ausrichtung umgedreht. Im Inneren steht ein römischer Marmorsarkophag aus dem 3. Jahrhundert n. Chr., reich verziert für einen jungen Patrizier und zufällig bei Feldarbeiten entdeckt.
San Sebastiano und San Lorenzo
Die Pfarrkirche San Sebastiano, dem Schutzpatron geweiht, zeigt barocke Formen auf älterem Grundriss. Die kleine Kirche San Lorenzo wurde mit Steinen aus den nahen römischen Thermen errichtet.
Römische Thermen
Die 1949 entdeckten Thermen stammen aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. Erhalten sind Kalt- und Warmbaderäume, Heizräume und ein Schwitzbad (Laconicum); vermutlich gehörten sie zu einem Landgut.
Campidano-Häuser und Burg Baratuli
Im Ortskern stehen noch Häuser aus ladiri, Ziegeln aus Lehm und Stroh, mit der lolla, einer Laube zum Innenhof. Auf dem Monte Olladiri an der Grenze zu Monastir liegen die Ruinen der Burg Baratuli aus dem 12. Jahrhundert.
Was man in Ussana unternehmen kann
Die flache Landschaft und die niedrigen Hügel Monte Zara und Monte Agutzu eignen sich für Radtouren zwischen Weinbergen und Weizenfeldern oder einen kurzen Spaziergang zu den Ruinen von Baratuli. Ussana ist zudem ein ruhiger Ausgangspunkt für Cagliari und die Weingüter der Parteolla. Weiter unten auf dieser Seite finden Sie die Erlebnisse der Anbieter vor Ort.
Geschichte
Schon in der Jungsteinzeit war die Gegend besiedelt; die Römer bauten hier Villen und Thermen. Im Mittelalter gehörte das Dorf zum Judikat (sardischen Königreich) Cagliari, nach 1258 der Pisaner Familie Della Gherardesca, dann den Aragonesen, die es 1324 zur Baronie machten. 1839, mit dem Ende des Feudalsystems, kaufte sich Ussana frei.
Essen und Einkaufen
Der Weinbau, der auch im Wappen erscheint, ist wirtschaftlich wichtig. Probieren Sie die Weine aus Campidano und Parteolla, hausgemachtes Brot, Schafskäse und das Mandelgebäck Südsardiniens.
Feste und Traditionen
Schutzpatron ist San Sebastiano (der heilige Sebastian), dem die Pfarrkirche geweiht ist. Wie überall im Campidano gehören Prozessionen, Trachten und sardischer Gesang zu den Kirchenfesten.
Umgebung
- Monastir mit dem Monte Zara und prähistorischen Spuren.
- Donori zwischen Hügeln, Reben und Landkirchen.
- Dolianova mit der romanischen Kathedrale San Pantaleo.
- Serdiana mit Santa Maria di Sibiola und Weingütern.
- Cagliari mit dem Viertel Castello und dem Strand Poetto.
Anreise und beste Reisezeit
Der nächste Flughafen ist Cagliari-Elmas, etwa 25 Autominuten entfernt, ebenso nah liegt der Hafen von Cagliari. Fahren Sie auf der SS 131 Richtung Monastir und weiter auf der SS 466. Frühling und Herbst sind ideal; im Sommer verbinden Sie den Besuch am besten mit einem Strandtag in Cagliari.
Häufige Fragen
Wie viel Zeit braucht man für Ussana?
Ein halber Tag reicht für San Saturnino, die Thermen und den Ortskern; mit Donori oder Serdiana wird ein ganzer Tag daraus.
Liegt Ussana am Meer?
Nein, der Ort liegt im Landesinneren. Die nächsten Strände in Cagliari und Quartu erreichen Sie in etwa 30 Minuten.
Ist Ussana für Familien geeignet?
Ja: kurze Wege, ruhige Straßen und Stätten im Freien machen den Ausflug auch mit Kindern einfach.






