Was man in Cossoine unternehmen kann
Cossoine im Meilogu: Landkirche Santa Maria Iscalas, Nuraghen und Felsgräber, tiefe Höhlen, Monte Traessu, Feste und Tipps für Ihren Besuch.

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Cossoine ist ein kleines Dorf im Meilogu, im Herzen des Logudoro, auf rund 500 Metern Höhe auf einer vulkanischen Hochebene gelegen, etwa 50 km von Sassari und rund eine Autostunde von Alghero entfernt. Ringsum liegen Korkeichenwälder, offene Felder und Basalthügel voller Höhlen und Schlünde. Der Ort eignet sich für Liebhaber von Archäologie, Höhlenerkundung, Wanderungen im Inselinneren und stillen Dörfern.
Sehenswertes in Cossoine
Santa Maria Iscalas
Die Landkirche Santa Maria Iscalas ist der Ort, an dem die Einwohner am meisten hängen. Sie ist byzantinischen Ursprungs, wird bereits im 11. Jahrhundert in den Chroniken der Kamaldulensermönche erwähnt und liegt mitten in offener Landschaft.
Der Ortskern
Im Zentrum finden Sie alte Steinhäuser, Gebäude aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, die spätgotische Kirche Santa Chiara, der Schutzpatronin geweiht, und einige Wandbilder (murales) aus dem Dorfleben.
Archäologie
Das Gebiet ist seit der Jungsteinzeit besiedelt: Es gibt domus de janas („Feenhäuser“, in den Fels gehauene Gräber), Gigantengräber und zahlreiche Nuraghen, die bronzezeitlichen Steintürme Sardiniens. In Corruoe sind Reste eines nuraghischen Dorfes und einer römischen Villa erhalten; bei Lughentinas lag die römische Siedlung Lucentia.
Höhlen und Monte Traessu
Cossoine ist Höhlenland. Der Schlund Sa Ucca 'e Mammuscone reicht über 60 Meter tief durch Vulkangestein und Kalk, und Sa Ucca 'e su Peltusu, eine der größten Höhlen der Provinz, birgt einen unterirdischen Bach und fossile Austern aus dem Miozän. Das Basaltmassiv des Monte Traessu bietet Schluchten, Steilwände und natürliche Hohlräume.
Was man in Cossoine unternehmen kann
- Wanderungen zum Monte Traessu zwischen Kork- und Flaumeichen.
- Höhlentouren, nur mit erfahrenen Führern und passender Ausrüstung.
- Archäologische Routen zu Nuraghen, Felsgräbern und römischen Stätten.
- Spaziergänge im Dorf zu Kirchen und Wandbildern.
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Geschichte
Nach Jungsteinzeit und Nuraghenzeit siedelten hier Römer und Byzantiner. Im Mittelalter gehörte Cossoine zum Judikat Torres, kam dann an die genuesischen Doria, an Arborea und Mitte des 14. Jahrhunderts an die Aragonesen; bis zur Abschaffung des Feudalsystems 1839 blieb es Lehen iberischer Familien. Das einst von Wald und Sümpfen bedeckte Gebiet war lange ein Zufluchtsort für Banditen. Im 20. Jahrhundert folgte starke Abwanderung, ab den 1980er-Jahren ein Neuanfang.
Essen und Einkaufen
Heute lebt der Ort vor allem von der Viehzucht: Pecorino, Ricotta, Lamm und Spanferkel bilden die Grundlage der Küche, ergänzt durch die traditionellen Brote und Süßspeisen des Logudoro.
Feste und Traditionen
- San Sebastiano (Mai) mit der ardia, einem Pferderennen.
- Santa Chiara, die Schutzpatronin, im August.
- Santa Maria Iscalas, Ende August oder Anfang September.
Bekannt ist Cossoine auch für eine seltene Tradition des Frauengesangs, denn auf Sardinien ist der Tenorgesang fast immer Männersache.
Umgebung
- Giave mit Vulkankratern und dem Felsen Pedra Mendalza.
- Semestene und die romanische Kirche San Nicola di Trullas.
- Bonorva mit der Nekropole Sant'Andrea Priu und dem Weiler Rebeccu.
- Pozzomaggiore und die Kirche San Giorgio.
- Cheremule mit der Nekropole Moseddu.
Anreise und beste Reisezeit
Der nächste Flughafen ist Alghero-Fertilia, etwa eine Autostunde entfernt; der günstigste Fährhafen ist Porto Torres. Das Dorf erreichen Sie über die Schnellstraße SS 131, Ausfahrt im Bereich Giave. Frühling und Herbst sind ideal zum Wandern; im Sommer brechen Sie am besten früh am Morgen auf.
Häufige Fragen
Wie viel Zeit braucht man für Cossoine?
Ein halber Tag reicht für Dorf und Santa Maria Iscalas; planen Sie einen ganzen Tag mit Wanderung oder Höhle ein.
Kann man die Höhlen allein besichtigen?
Nein, es sind anspruchsvolle Höhlen, die nur mit Speläologen oder erfahrenen Führern erkundet werden sollten.
Liegt Cossoine am Meer?
Nein, es liegt im Inselinneren. Die nächsten Strände an der Küste von Bosa und Alghero erreichen Sie in etwa einer Autostunde.







