Was man in Noragugume unternehmen kann
Noragugume im Marghine, Sardinien: Nuraghe Tolinu, Menhir Sa Perda 'e Taleri, Kirche d'Itria, Reiterfest Ardia und Hirtenküche.

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Noragugume ist ein kleines Dorf im Marghine mit rund 300 Einwohnern, gelegen auf Hügeln in etwa 300 Metern Höhe zwischen der Marghine-Kette und dem Omodeo-See. Der Blick reicht über die Ebene von Ottana bis zum Gennargentu. Ein ruhiger, ursprünglicher Ort mit Wandbildern, alten Kirchlein und einem gut erhaltenen Nuraghen (bronzezeitlicher Steinturm) – ideal, wenn Sie das Sardinien der Hirten abseits der Massen suchen.
Sehenswürdigkeiten in Noragugume
Nuraghe Tolinu
Das bekannteste Monument des Ortes steht auf einer Hochebene etwa 2 km vom Zentrum, mit gut erhaltener Bastion, Hauptturm und Resten einer Siedlung. In der Umgebung liegen außerdem die Nuraghen Irididdo, Muresune und Litzera.
Menhir Sa Perda 'e Taleri
Ein vornuraghischer Menhir von etwa 4,5 Metern Höhe, dessen Form an eine menschliche Gestalt erinnert. In der Nähe befinden sich die Domus de Janas (Felsgräber) von Taleri und Iscannitzu.
Kirchen und Ortskern
Der gepflegte, mit Wandbildern geschmückte Ortskern bewahrt das Kirchlein Santa Croce, Ende des 16. Jahrhunderts geweiht, und die katalanisch-gotische Kirche der Beata Vergine d'Itria am Platz aus dem Jahr 1623. Am Ortsrand steht die alte Landkirche San Michele; die moderne Pfarrkirche ist dem Schutzpatron San Giacomo geweiht.
Was man in Noragugume unternehmen kann
- Archäologische Spaziergänge zum Nuraghe Tolinu und zum Menhir von Taleri.
- Fotografie und Ausblicke über die Ebene von Ottana und den Omodeo-See.
- Rad- oder Wandertouren zwischen Weiden und Hügeln.
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Geschichte
Das Gebiet ist seit der Jungsteinzeit bewohnt, wie Menhire und Felsgräber zeigen. Im Mittelalter lag das Dorf, damals Nuracogomo, im Bezirk Marghine des Judikats (mittelalterliches sardisches Königreich) Torres; nach 1259 fiel es an Arborea, nach 1478 an die Aragonesen. Später gehörte es zum Marquisat Marghine, bis es sich 1839 freikaufte. Der Name soll von einem nahen Nuraghen stammen.
Essen und Einkaufen
Die Küche ist Hirtenküche: gekochtes Schaf, Lamm gebraten oder geschmort mit Kartoffeln, Erbsen und wildem Fenchel, cordula und trattalia (Innereiengerichte). Das Alltagsbrot heißt su bistoccu. Süßes folgt dem Kalender: frisciolas zum Karneval, casadinas und tiliccas zu Ostern, pabassinos zu Allerheiligen.
Feste und Traditionen
- Madonna d'Itria am Pfingstdienstag, mit der ardia, einem Pferderennen rund um das Heiligtum.
- San Giovanni Ende Juni.
- San Giacomo, der Schutzpatron, Ende Juli.
- S'Izzadorzu Ende Oktober, mit Folklore, Dichterwettstreiten auf Sardisch und Verkostungen.
Umgebung
- Dualchi mit dem Nuraghe Ponte, wenige Kilometer entfernt.
- Omodeo-See, der größte Stausee der Insel.
- Sedilo und das Heiligtum San Costantino, berühmt für die Ardia im Juli.
- Macomer, weniger als 20 km entfernt.
Anreise und beste Reisezeit
Noragugume liegt wenige Minuten von der SS131 und der SS131 dcn Abbasanta-Nuoro entfernt; bis Nuoro sind es etwa 45 km. Die nächsten Flughäfen sind Cagliari-Elmas und Olbia, jeweils etwa anderthalb bis zwei Stunden entfernt. Frühling und Herbst eignen sich zum Wandern, Ende Oktober für S'Izzadorzu.
Häufige Fragen
Wie viel Zeit braucht man für Noragugume?
Ein halber Tag reicht für Ort, Nuraghe Tolinu und Menhir; kombinieren Sie den Besuch mit Dualchi oder dem Omodeo-See.
Was gibt es in der Nähe von Noragugume?
Den Nuraghe Ponte in Dualchi, das Heiligtum San Costantino in Sedilo und den Omodeo-See.







