Planargia und Montiferru · Provincia di Oristano

Was man in Tinnura unternehmen kann

Tinnura auf Sardinien: Dorf der Wandbilder und Affodillkörbe bei Bosa, Gigantengrab, Malvasia-Wein, Feste und Reisetipps.

Tinnura, Sardegna
© Gianni Careddu · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

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Tinnura ist ein winziges Dorf in der Planargia in der Provinz Oristano. Es liegt auf einer Basalthochebene über dem fruchtbaren Tal von Modolo, nur wenige Kilometer von Bosa entfernt. Mit rund 250 Einwohnern geht der Ort entlang der Straße SS292 nahtlos in das Nachbardorf Flussio über. Die Gassen sind eine Galerie unter freiem Himmel: Wandbilder, Skulpturen und Brunnen erzählen vom bäuerlichen Leben und von der Tradition der geflochtenen Körbe. Ideal für Sie, wenn Sie Dorfkunst, Archäologie und Malvasia-Wein schätzen.

Sehenswürdigkeiten in Tinnura

Wandbilder und Skulpturen

Bekannt ist der Ort für seine Murales an den Hausfassaden, die Szenen aus dem Land- und Dorfleben zeigen. In Straßen und auf Plätzen stehen Statuen und Werke sardischer Künstler, darunter Pinuccio Sciola und Simplicio Derosas, sowie der auffällige Tierkreisbrunnen. Das Pflaster kombiniert roten Trachyt, weißen Marmor und grauen Basalt.

Kirche Sant'Anna und Funtana 'e giosso

Die Pfarrkirche Sant'Anna stammt aus dem 17. Jahrhundert und hat einen Glockenturm aus Ziegeln. Ganz in der Nähe liegt Funtana 'e giosso (der untere Brunnen) mit Architrav-Eingang und verputzter Kuppel, in dem früher der Affodill vor dem Flechten eingeweicht wurde.

Gigantengrab Su Crastu Covocadu und Nuraghe Tres Bias

Im Gemeindegebiet finden Sie Menhire als Zeugen sehr früher Besiedlung, den Nuraghen Tres Bias (auch Trobia), eine komplexe Anlage der Bronzezeit, und das Gigantengrab Su Crastu Covocadu, eines der größten der Insel.

Was man in Tinnura unternehmen kann

Schlendern Sie zwischen Wandbildern und Skulpturen und gehen Sie weiter nach Flussio, das mit Tinnura die Tradition der Körbe aus Affodill, Schilf und Weide teilt: Im Frühling trocknen die Pflanzenfasern in der Sonne, die beste Zeit, dieses Handwerk aus der Nähe zu sehen. Die Hochebene eignet sich für kurze Wanderungen oder Radtouren zwischen Weinbergen und Olivenhainen, für archäologische Besichtigungen und Malvasia-Verkostungen. Im Sommer können Sie mit dem Trenino Verde fahren, dem touristischen Zug auf der Strecke Macomer–Bosa, der in Tinnura hält. Entdecken Sie weiter unten die Erlebnisse der Anbieter vor Ort und buchen Sie direkt.

Geschichte

Das Gebiet war in vornuraghischer, nuraghischer und römischer Zeit besiedelt. Im Mittelalter gehörte es zum Judikat (mittelalterliches sardisches Königreich) Torres, nach 1259 den Malaspina und ab 1308 dem Judikat Arborea. Um 1420 wurde es aragonesisches Lehen, im 18. Jahrhundert unter den Savoyern Teil des Marquisats Planargia; 1839 kaufte es sich von der Feudalherrschaft frei. Seit 2003 gehört es zur Provinz Oristano. Der Name geht vielleicht auf ein vorrömisches Wort für die stachelige Flussbinse zurück.

Essen und Einkaufen

Das Aushängeschild ist der Malvasia di Bosa, ein süßer oder trockener Wein aus den Weinbergen der Planargia, dazu weitere lokale Weine, Olivenöl und Obst. Als Andenken empfiehlt sich ein handgeflochtener Korb aus Affodill oder Binsen.

Feste und Traditionen

  • Sant'Anna, die Schutzpatronin: Ende Juli, mit religiösen Riten und Dorffest.
  • Beata Vergine del Rimedio: Anfang September.

Umgebung

  • Flussio, mit Tinnura zusammengewachsen, das zweite Korbflechterdorf.
  • Suni mit dem Nuraghen Nuraddeo und dem Protonuraghen Seneghe.
  • Bosa mit der Burg der Malaspina und dem Fluss Temo, etwa 15 Autominuten entfernt.
  • Modolo und sein Tal voller Reben und Kirschbäume.

Anreise und beste Reisezeit

Tinnura liegt an der Straße zwischen Macomer (an der Schnellstraße SS131) und Bosa. Der nächste Flughafen ist Alghero-Fertilia, etwa eine Autostunde entfernt; Cagliari-Elmas erreichen Sie in rund zwei Stunden. Der Frühling ist ideal für Affodill und Flechthandwerk, der Sommer für die Strände von Bosa und den Trenino Verde, der Herbst für die Weinlese.

Häufige Fragen

Wie viel Zeit braucht man für Tinnura?

Für Wandbilder und Ortskern genügen zwei Stunden; mit den archäologischen Stätten planen Sie einen halben Tag ein.

Liegt Tinnura am Meer?

Nein, es liegt im Landesinneren, aber die Strände von Bosa Marina sind etwa 20 Autominuten entfernt.

Ist Tinnura für Familien geeignet?

Ja: Der Ort ist klein und ruhig, und die Wandbilder begeistern Kinder.

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