Planargia und Montiferru · Provincia di Oristano

Was man in Scano di Montiferro unternehmen kann

Scano di Montiferro, Sardinien: Nuraghe Nuracale, Quellen von Sant'Antioco, alte Wassermühlen, Wälder des Montiferru, Olivenöl und Bräuche.

Scano di Montiferro, Sardegna
© Leop81 at Italian Wikipedia · Wikimedia Commons · Public domain

Wir sammeln gerade die ersten Erlebnisse für diese Gegend. Schauen Sie bald wieder vorbei oder empfehlen Sie uns einen Anbieter.

Scano di Montiferro (sardisch Iscanu) ist ein Dorf mit rund 1.400 Einwohnern auf etwa 380 Metern Höhe am Nordhang des Montiferru, eines alten Vulkanmassivs im mittleren Westen Sardiniens. Zwischen Olivenhainen, Stein- und Korkeichenwäldern und ergiebigen Quellen erwarten Sie eindrucksvolle Nuraghen (bronzezeitliche Steintürme), eine auf der Insel einzigartige Reihe alter Wassermühlen und lebendige Traditionen. Ideal für Natur- und Archäologiefreunde sowie für alle, die ursprüngliche Dörfer lieben – das Meer bei Bosa und an der Küste der Planargia liegt nur etwa eine halbe Autostunde entfernt.

Sehenswürdigkeiten in Scano di Montiferro

Ortskern und Kirchen

Im Dorf sehenswert sind die Pfarrkirche San Pietro, dem Schutzpatron geweiht, mit ihrer alten Holzstatue, der Glockenturm des Oratoriums del Rosario aus dem 15. Jahrhundert und die Fassade von San Nicolò aus dem 17. Jahrhundert. Auf zwei Hügeln über dem Ort stehen die Landkirchen Santa Croce und San Giorgio, rund 2 km entfernt liegt das Heiligtum Santa Barbara.

Sant'Antioco und seine Quellen

Die 1636 erbaute Landkirche Sant'Antioco mit Pilgerunterkünften ist die prächtigste der Gegend. Daneben sprudeln die Quellen von Sant'Antioco, die zu den ergiebigsten Sardiniens zählen: Sie versorgen die Wasserleitungen der Umgebung und trieben einst die Mühlen an.

Der Mühlenweg

Entlang des Baches sind mehrere alte Wassermühlen mit horizontalen und vertikalen Rädern erhalten – ein seltenes Zeugnis vorindustrieller Arbeit, das Sie zu Fuß entdecken können.

Nuraghen

Im Gemeindegebiet stehen Dutzende Nuraghen. Der bedeutendste ist der Nuracale, etwa 2 km vom Zentrum, mit einem rund 11 Meter hohen Hauptturm, Ringmauer und Ecktürmen. Lohnend sind auch der Nuraghe Abbaudi neben Domus de Janas (Felsgräbern) und Resten eines Dorfes sowie die Gigantengräber von Pedras Doladas.

Was man in Scano di Montiferro unternehmen kann

  • Wandern im Montiferru: Pfade durch Steineichen, Eichen und Erdbeerbäume bis zum Wasserfall s'Istrampu de Alere im Wald.
  • Parco degli uccelli: ein Naturpark mit Eseln, Giara-Pferdchen, Damhirschen, Mufflons und vielen Vögeln – ideal mit Kindern.
  • Olivenöl-Verkostungen: Das Öl des Dorfes ist vielfach ausgezeichnet.

Wenn Sie den Montiferru mit echten Kennern erleben möchten, finden Sie direkt unten die Angebote der Anbieter vor Ort.

Geschichte

Seit der Jungsteinzeit besiedelt und in nuraghischer Zeit dicht bewohnt, war das Gebiet in punischer und römischer Zeit auf das nahe Gurulis Nova (das heutige Cuglieri) ausgerichtet. Das Christentum kam früh, und die Verehrung östlicher Heiliger erinnert an byzantinischen Einfluss. Im Mittelalter gehörte Scano zum Judikat (mittelalterliches sardisches Königreich) Torres mit einem Kamaldulenserkloster bei San Pietro, danach bis 1410 zum Judikat Arborea. Ab 1417 war es Teil der Baronie Montiferro und teilte später die Geschichte des Königreichs Sardinien.

Essen und Einkaufen

Das Aushängeschild ist das native Olivenöl extra aus dem Montiferru. Als Mitbringsel eignen sich auch Honig, Wein aus der Gegend und Schafskäse aus der Hirtentradition.

Feste und Traditionen

  • Sant'Antonio abate Mitte Januar mit großem Feuer.
  • Karneval mit der archaischen Maske s'Ainu Orriadore.
  • Karwoche mit Riten, begleitet vom mehrstimmigen Gesang su cuncordu.
  • Sant'Antioco mit Prozessionen in der Woche nach Ostern und Ende August.
  • San Pietro, das große Fest Ende Juni, sowie sa festa 'e totta 'idda, das Fest des ganzen Dorfes, das alle vier Jahre stattfindet.

Umgebung

  • Cuglieri mit seiner Basilika auf dem Hügel und die Küste von Santa Caterina di Pittinuri.
  • Bosa, etwa 18 km entfernt, mit der Burg Malaspina und dem Fluss Temo.
  • Santu Lussurgiu im Herzen des Montiferru.
  • Macomer und der Nuraghe Santa Barbara, etwa 18 km entfernt.

Anreise und beste Reisezeit

Der nächste Flughafen ist Alghero-Fertilia, etwa eineinviertel Stunden mit dem Auto; Cagliari-Elmas erreichen Sie in rund anderthalb bis zwei Stunden über die SS131 Richtung Macomer. Der praktischste Fährhafen ist Porto Torres. Frühling und Herbst eignen sich ideal zum Wandern und für Besichtigungen; im Sommer verbinden Sie das Dorf mit den Stränden der Planargia.

Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man für Scano di Montiferro?

Ein Tag reicht für den Ort, Sant'Antioco und den Nuracale; planen Sie zwei, wenn Sie wandern und den Parco degli uccelli besuchen möchten.

Ist Scano di Montiferro familienfreundlich?

Ja: Der Vogelpark, die Quellen und die leichten Wege begeistern Kinder.

Orte in der Nähe

Weitere Orte in der Region Planargia und Montiferru

Die anderen Regionen Sardiniens entdecken