Was man in Olbia unternehmen kann
Olbia auf Sardinien: San Simplicio, Archäologisches Museum, Nuraghen, Strände Pittulongu und Porto Istana, Bootsausflüge nach Tavolara.

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Olbia liegt am gleichnamigen Golf im Nordosten Sardiniens und ist für viele Reisende das Eingangstor zur Insel: Hier landen die Flugzeuge und legen die Fähren an. Es wäre jedoch schade, nur so lange zu bleiben, bis Sie den Mietwagen abgeholt haben. Hinter dem Hafen wartet eine lebendige Stadt mit einer Fußgängerzone voller Lokale, dreitausend Jahren Geschichte und, nur wenige Minuten entfernt, hellen Sandstränden mit der Insel Tavolara am Horizont. Olbia ist der ideale Ausgangspunkt, um Gallura und die Costa Smeralda zu erkunden, ohne auf die Annehmlichkeiten einer Stadt zu verzichten – für Familien, Paare und alle, die jeden Tag einen neuen Ort entdecken möchten.
Sehenswürdigkeiten in Olbia
Basilika San Simplicio
Das Wahrzeichen der Stadt ist eine romanische Granitkirche aus dem späten 11. und frühen 12. Jahrhundert, dem Stadtpatron geweiht. Schlicht und elegant gilt sie als bedeutendster mittelalterlicher Sakralbau im Nordosten Sardiniens. Unter und um die Basilika liegt eine antike Nekropole mit rund 450 punischen, römischen und frühchristlichen Gräbern, die als Museum zugänglich ist.
Altstadt und Kirche San Paolo
Das Herz Olbias ist der Corso Umberto, die Flaniermeile mit kleinen Plätzen, Geschäften und Tischen im Freien. Hier steht die Kirche San Paolo, schon von weitem an ihrer Kuppel mit bunten Majolikafliesen zu erkennen; sie wurde über punischen und römischen Resten errichtet. In der Via Torino sind noch Abschnitte der karthagischen Stadtmauer zu sehen.
Archäologisches Museum
Das Museum steht auf der kleinen Insel Peddone im alten Hafen, in einem modernen Bau. Es erzählt die Stadtgeschichte von den Anfängen bis ins Mittelalter und zeigt die römischen und mittelalterlichen Schiffe, die 1999 beim Bau des Hafentunnels entdeckt wurden: 24 Wracks, die Olbia zu einem der wichtigsten Orte der Unterwasser- und Schiffsarchäologie im Mittelmeer machen.
Nuraghische und vorgeschichtliche Stätten
Rund um Olbia sind über fünfzig Fundstätten der Nuraghenkultur bekannt – der bronzezeitlichen Zivilisation Sardiniens, berühmt für ihre steinernen Türme, die Nuraghen. Am leichtesten zu besuchen sind der Brunnentempel Sa Testa bei Pittulongu, ein bronzezeitliches Wasserheiligtum mit Treppe und Vorhof, das Gigantengrab Su Monte 'e s'Abe mit seiner halbrunden Front aus Granitplatten und der Nuraghe Riu Mulinu auf dem Hügel Cabu Abbas, ein befestigtes Heiligtum mit Blick über den ganzen Golf.
Burg Pedres und römischer Aquädukt
In den Hügeln hinter der Stadt thront die kleine mittelalterliche Burg Pedres aus pisanischer Zeit auf einem Granitsporn. Nicht weit entfernt sind einige Bögen des römischen Aquädukts erhalten, der das Wasser von den Quellen von Cabu Abbas zu den Thermen der Stadt leitete.
San Pantaleo und Porto Rotondo
Zum Gemeindegebiet gehören zwei ganz unterschiedliche Orte. San Pantaleo ist ein Granitdorf am Fuß zerklüfteter Felsspitzen, beliebt bei Künstlern und Kunsthandwerkern, mit einem gemütlichen Platz rund um die Kirche. Porto Rotondo, teilweise auf dem Gebiet Olbias, ist ein eleganter Ferienort rund um seinen Yachthafen, mit sorgfältiger Architektur und einer Piazzetta, die an Sommerabenden belebt ist.
Was man in Olbia unternehmen kann
Der Golf lädt geradezu dazu ein, aufs Wasser zu gehen. Bootsausflüge nach Tavolara, Molara und zu den Buchten der Küste führen zum Baden in kristallklarem Wasser im Meeresschutzgebiet Tavolara–Punta Coda Cavallo; beim Schnorcheln und Tauchen entdecken Sie einige der schönsten Riffe und Steilwände des Mittelmeers. In Le Saline und Murta Maria sorgt beständiger Wind für ideale Bedingungen zum Windsurfen und Kitesurfen, mit Schulen für Anfänger.
An Land eignen sich die Pfade rund um San Pantaleo und die Granithügel bestens zum Wandern und Mountainbiken mit Meerblick; im Hinterland können Sie ausreiten, vorbei an Korkeichen und Stazzi, den traditionellen Landhäusern der Gallura. Weinliebhaber finden mehrere Kellereien des Vermentino di Gallura mit Verkostung, und in der Stadt lässt sich ein archäologischer Rundgang zwischen Basilika, punischen Mauern und Museum unternehmen. Direkt unter diesem Text finden Sie die Erlebnisse der Anbieter aus Olbia: Wählen Sie Ihres aus und buchen Sie direkt.
Strände in Olbia
Pittulongu
Wenige Kilometer vom Zentrum entfernt liegt der Hausstrand der Einheimischen: eine Reihe von Abschnitten (La Playa, Lo Squalo, Il Pellicano, Mare e Rocce, Bados) mit hellem Sand, flachem Wasser und guter Ausstattung. Ideal für Familien und für ein Bad ohne lange Anfahrt.
Porto Istana
Südlich der Stadt liegen vier kleine Buchten mit weißem Sand direkt gegenüber von Tavolara. Das Wasser ist flach und türkis, der Blick auf die Insel gehört zu den meistfotografierten Sardiniens. Im Sommer sollten Sie früh kommen.
Le Saline und Murta Maria
Weite, windige Strände mit einer Lagune im Hintergrund – das Revier der Wind- und Kitesurfer, ideal für alle, die Platz und sportliche Stimmung suchen.
Nordküste: Cugnana, Rena Bianca und Marinella
Richtung Porto Rotondo und Portisco finden Sie geschützte Buchten mit ruhigem Wasser und Sandgrund – praktisch an Tagen mit Mistral.
Geschichte
Das Gebiet war bereits in nuraghischer Zeit besiedelt, wie Brunnenheiligtümer, Gigantengräber und Nuraghen belegen. Antike Autoren schrieben die Gründung griechischen Siedlern zu; der Name stammt wohl vom griechischen olbìa, „glücklich“. Die erste echte Stadt mit Mauern und Türmen errichteten jedoch die Karthager im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. Unter den Römern wurde Olbia ab 238 v. Chr. zu einem wichtigen Hafen und Flottenstützpunkt mit Forum, Thermen und Aquädukt.
Im Mittelalter hieß die Stadt Civita und war Hauptstadt des Judikats Gallura, eines der vier sardischen Königreiche; später, unter Pisa, wurde sie zu Terranova. Ab 1862 trug sie den Namen Terranova Pausania, erst 1939 erhielt sie ihren antiken Namen zurück. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wuchs Olbia mit der Entstehung der Costa Smeralda, dem Flughafen und dem Hafen Isola Bianca zum wirtschaftlichen Zentrum des sardischen Nordostens heran.
Was man essen und kaufen sollte
Das Aushängeschild sind die Miesmuscheln von Olbia, die seit Generationen im Golf gezüchtet werden: probieren Sie sie alla marinara, überbacken oder mit Pasta, dazu ein Glas Vermentino di Gallura, der einzige sardische Wein mit DOCG-Status. Aus der gallurischen Küche stammen die Suppa cuata (ein im Ofen gebackenes Gericht aus Brot, Käse und Brühe), die Chjusoni (kleine Gnocchi mit Fleischsoße) und die frittierten Seadas mit Honig. Als Mitbringsel eignen sich Erdbeerbaumhonig, Schafskäse, Gegenstände aus Kork und Granit sowie handgefertigte Stoffe und Schmuck, die Sie in den Werkstätten von San Pantaleo finden.
Feste und Traditionen
Das wichtigste Fest ist das des Stadtpatrons San Simplicio Mitte Mai: Prozession in traditionellen Trachten, Musik, Feuerwerk und der Palio della Stella, ein Pferderennen, das viele Zuschauer anzieht. Ende Juni gibt es zu San Giovanni und der Madonna del Mare eine Bootsprozession und Johannisfeuer. Auf dem Land und in den Ortsteilen werden kleine ländliche Feste mit traditionellem Gesang und gemeinsamen Mahlzeiten gefeiert.
Umgebung
- Insel Tavolara: der mächtige Kalksteinberg im Golf, mit dem Strand Spalmatore di Terra und der kuriosen Geschichte vom „Königreich“ der Familie Bertoleoni. Boote fahren vor allem von Porto San Paolo ab, etwa 20 Autominuten entfernt.
- Golfo Aranci: etwa 20 Minuten entfernt, mit schönen Stränden und Bootsausflügen.
- Costa Smeralda und Porto Cervo: etwa 35–40 Minuten nördlich.
- San Teodoro: etwa eine halbe Stunde südlich, mit La Cinta und Cala Brandinchi.
- Tempio Pausania und der Limbara: das Granit- und Korkherz der inneren Gallura, etwa 45 Minuten entfernt.
Anreise und beste Reisezeit
Der Flughafen Olbia–Costa Smeralda liegt nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt und wird von vielen italienischen und europäischen Städten angeflogen. Vom Hafen Isola Bianca fahren Fähren nach Civitavecchia, Livorno, Genua und in weitere Häfen des Festlands. Mit dem Auto erreichen Sie Olbia von Sassari über die SS729 und von Nuoro und Cagliari über die SS131 DCN; außerdem gibt es Bahnverbindungen Richtung Golfo Aranci, Chilivani und Cagliari. Die beste Zeit ist von Mai bis Oktober: Juni und September bieten warmes Meer und weniger Andrang, Juli und August sind am lebhaftesten. Im Frühling eignen sich Stadt und Umland ideal für Archäologie und Wanderungen.
Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für Olbia?
Für die Stadt selbst genügen ein bis zwei Tage. Am besten ist Olbia jedoch als Standquartier: In 5–7 Tagen können Sie Strände, Tavolara, die Costa Smeralda und das gallurische Hinterland kombinieren.
Ist Olbia für Familien geeignet?
Ja. Pittulongu und Porto Istana haben ruhiges, flaches Wasser, das Zentrum ist eine Fußgängerzone und das Angebot ist groß. Ein Bootsausflug im Meeresschutzgebiet bleibt Kindern lange in Erinnerung.
Welcher Strand bei Olbia ist der schönste?
Porto Istana ist wegen seiner Farben und des Blicks auf Tavolara oft der Favorit. Pittulongu ist am bequemsten, Le Saline am besten für Windsportler.







