Was man in Villaperuccio unternehmen kann
Villaperuccio im Sulcis: Nekropole von Montessu mit ihren Feenhäusern, Menhire, Nekropole Marchianna und das Orangenfest im März.

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Villaperuccio, auf Sardisch Sa Baronìa, ist ein kleines Dorf im Herzen des unteren Sulcis im Südwesten Sardiniens, zwischen einer Ebene mit Zitrushainen und Hügeln vulkanischen Ursprungs. Bekannt ist es für die Nekropole von Montessu, eine der bedeutendsten vornuraghischen Stätten der Insel; auf dem Land finden Sie zudem Menhire, Nuraghen und eine zweite Nekropole. Ideal für Archäologiefreunde und alle, die einen ruhigen, ursprünglichen Sulcis suchen – eine halbe Stunde vom Meer.
Sehenswertes in Villaperuccio
Nekropole von Montessu
In einem natürlichen Felsamphitheater öffnen sich rund vierzig Domus de janas, „Feenhäuser“: in den Stein gehauene Gräber, meist mit mehreren Räumen, Vorkammern, Nischen und Schälchen. Die beiden monumentalsten an den Enden des Halbrunds sind das Spiralengrab mit Motiven der Muttergöttin und das Hörnergrab, das dem Stiergott zugeordnet wird. Die Nekropole wurde rund tausend Jahre lang genutzt, bis in die frühe Bronzezeit.
Nekropole von Marchianna
Nahe dem Monte-Pranu-See liegt eine zweite, weniger bekannte, aber stimmungsvolle Gruppe von Felsgräbern.
Menhire und Nuraghen
Überall stehen Menhire, vorgeschichtliche Steinsetzungen: Der bekannteste ist Luxia Arrabiosa in Su Terrazzu, um den sich Legenden ranken; weitere bilden die Gruppe Is Perdas Croccadas. Das Gebiet zählt rund vierzig Nuraghen.
Die Kirchen
Die Landkirche Madonna delle Grazie in Is Grazias stammt aus dem 16. Jahrhundert, die Pfarrkirche Madonna del Rosario von 1913.
Was man in Villaperuccio unternehmen kann
Eine Führung durch Montessu ist der beste Weg, Riten und Symbole der vornuraghischen Völker zu verstehen. Danach geht es zu Fuß oder mit dem Rad zu Menhiren und Nuraghen bis ans Ufer des Monte-Pranu-Sees. Im Frühling machen blühende Orangenhaine die Touren besonders schön. Entdecken Sie die Erlebnisse der Anbieter vor Ort gleich unten.
Geschichte
Menschen lebten hier schon in der Jungsteinzeit – noch heute findet man Pfeilspitzen aus Obsidian auf den Feldern. Im Mittelalter gehörte das Dorf zum Judikat Cagliari und ab 1258 den Della Gherardesca; die Pest von 1348 entvölkerte es weitgehend. Ab dem 18. Jahrhundert kehrten Bauernfamilien zurück. Lange mit Santadi vereint, ist Villaperuccio seit einem Referendum 1979 wieder eigenständig.
Essen und Einkaufen
Die Ebene ist Land der Orangen und Zitrusfrüchte, gefeiert beim Frühlingsfest. Auf den Tisch kommen Aromen des Sulcis: Landbrot, Schafskäse, Olivenöl und Carignano del Sulcis.
Feste und Traditionen
- März: Orangenfest.
- Juli: Fest der Madonna delle Grazie an der Landkirche von Is Grazias.
- Ende August: Fest der Schutzpatronin Madonna del Rosario.
Umgebung
- Santadi und die Grotten von Is Zuddas, etwa 10 Minuten.
- Tratalias mit der Kathedrale Santa Maria di Monserrato, etwa 15 Minuten.
- Brunnenheiligtum Tattinu in Nuxis.
- Porto Pino und die Strände am Golf von Palmas, etwa eine halbe Stunde.
Anreise und beste Reisezeit
Der Flughafen Cagliari-Elmas liegt etwa 55 Autominuten entfernt, über die SS 130 und dann die SS 293 Richtung Santadi und Giba. Am schönsten ist es von März bis Juni und von September bis November, wenn mildes Wetter den Besuch der Nekropole angenehm macht; im März lockt zudem das Orangenfest.
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein Besuch in Montessu?
Rechnen Sie mit etwa zwei Stunden; mit Menhiren und Kirchen mit einem halben Tag.
Liegt Villaperuccio am Meer?
Nein, es liegt im Landesinneren; die nächsten Strände wie Porto Pino sind etwa eine halbe Autostunde entfernt.
Ist Montessu für Kinder geeignet?
Ja, Kinder lieben die „Feenhäuser“; bequeme Schuhe sind empfehlenswert.






