Südwesten · Provincia del Sulcis Iglesiente

Was man in Musei unternehmen kann

Musei auf Sardinien: Jesuitenkirche Sant'Ignazio, Geschichte, Küche und Ausflüge nach Iglesias und in den Wald des Marganai.

Musei, Sardegna
© Shikanu · Wikimedia Commons · CC BY 3.0

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Musei ist ein kleines Bauerndorf im Südwesten Sardiniens, eingebettet in das grüne Tal des Cixerri an der Straße SS 130 zwischen Cagliari und Iglesias. Mit gut 1.500 Einwohnern, von Quellen und Bächen bewässerten Feldern und einer von den Jesuiten geprägten Geschichte ist es ein ruhiger Halt auf jeder Reise durch das Iglesiente und den Sulcis. Es eignet sich für Reisende, die ursprüngliche Dörfer, weites Land und Wanderungen in den nahen Wäldern schätzen.

Sehenswürdigkeiten in Musei

Kirche und Kloster Sant'Ignazio di Loyola

Das Herz des Ortes ist der Komplex, den die Jesuiten im 17. Jahrhundert errichteten: eine spätbarocke Kirche mit angeschlossenem Kloster. Im Inneren sind wertvolle Werke erhalten, darunter ein mit Silberblech verkleidetes Prozessionskreuz. Es ist das deutlichste Zeugnis der langen Zeit, in der die Gesellschaft Jesu das Dorf verwaltete.

Archäologische Spuren

Das Gebiet war schon in nuraghischer, punischer und römischer Zeit besiedelt. Davon zeugen Reste von Nuraghen (bronzezeitlichen Steintürmen), Funde auf den Feldern und Fundamente alter Gebäude beim verschwundenen Dorf Arruinalis.

Was man in Musei unternehmen kann

Musei ist ein guter Ausgangspunkt, um den Südwesten in Ruhe zu entdecken. Vom Cixerri-Tal sind es nur wenige Minuten zum Wald des Marganai mit Wegen für Wanderungen und Mountainbiketouren sowie zu den Höhlen von Domusnovas. Die flache Landschaft lädt zu Radtouren zwischen Weinbergen und Weizenfeldern ein, die Hügel des Iglesiente zu Touren zu Fuß und zu Pferd. Werfen Sie einen Blick auf die Erlebnisse der Anbieter vor Ort weiter unten: So lernen Sie die Gegend am einfachsten mit Menschen kennen, die sie wirklich kennen.

Geschichte

Der Name erscheint als Musej in pisanischen Registern von 1323. Im Mittelalter gehörte das Dorf zum Judikat (mittelalterlichen Königreich) Cagliari; nach 1258 ging es an die Grafen Della Gherardesca, dann an Pisa und ab 1324 an Aragón. Jahrhundertelang hieß es Villa di Prato. 1607 wurde es den Jesuiten übertragen, die es bis 1773 hielten und den Anbau von Weizen und Wein förderten. 1839, mit der Abschaffung des Feudalsystems, kaufte sich der Ort frei.

Essen und Einkaufen

Das Tal ist fruchtbar und wasserreich: Weizen, Wein und Gartengemüse bilden die Grundlage der Küche, dazu Fleisch aus einer Viehzucht, die im 18. Jahrhundert zu den bekanntesten der Insel zählte. Probieren Sie Brot aus Hartweizengrieß, Pecorino und Weine aus dem Südwesten Sardiniens.

Feste und Traditionen

Das wichtigste Fest ist das des Sant'Ignazio di Loyola Ende Juli, mit religiösen Feiern und Festlichkeiten im Dorf.

Umgebung

  • Domusnovas: die Grotte San Giovanni, früher von einer Straße durchquert, und die Nuraghe Sa Domu 'e s'Orcu.
  • Wald des Marganai: Steineichen, Wanderwege und alte Bergbaugebiete.
  • Villamassargia: S'Ortu Mannu, ein Hain mit jahrhundertealten Olivenbäumen.
  • Siliqua: die Burg Acquafredda auf einem Vulkanhügel.
  • Iglesias: Altstadt, Kathedrale Santa Chiara und Bergbaumuseum.

Anreise und beste Reisezeit

Flughafen und Hafen liegen in Cagliari, etwa 45 Autominuten über die SS 130 entfernt. Die nächsten Strände finden Sie an der Küste bei Iglesias, rund eine halbe Stunde entfernt. Frühling und Herbst sind ideal zum Wandern; im Sommer ist das Dorf eine ruhige Basis zwischen Meer und Bergen.

Häufige Fragen

Wie viel Zeit braucht man für Musei?

Für das Dorf genügt eine Stunde; planen Sie einen ganzen Tag, wenn Sie Domusnovas und den Marganai dazunehmen.

Liegt Musei am Meer?

Nein, es liegt im Landesinneren, aber die Strände bei Iglesias sind etwa eine halbe Autostunde entfernt.

Ist Musei für Familien geeignet?

Ja: ein ruhiges Dorf in der Nähe von Höhlen und Wäldern, die sich gut mit Kindern besuchen lassen.

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