Was man in Orotelli unternehmen kann
Orotelli: Karneval der Thurpos, romanische Kirche San Giovanni Battista, Nuraghe Aeddos, Park sa Serra und Traditionen.

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Orotelli liegt auf der Granithochebene sa Serra, auf halbem Weg zwischen Nuoro und Macomer, etwa 18 km von Nuoro. Es gehört zum Netzwerk der Borghi Autentici d'Italia und ist auf der ganzen Insel bekannt für die Thurpos, die unheimlichen Masken seines Karnevals, und für eine romanische Kirche, die einige Jahre Bischofssitz war. Ideal für Freunde der Karnevalsbräuche der Barbagia, der Archäologie und stiller Steindörfer.
Sehenswürdigkeiten in Orotelli
San Giovanni Battista und der Ortskern
Auf einem der höchsten Punkte thront die Pfarrkirche San Giovanni Battista, um 1116 erbaut und von 1116 bis 1139 provisorischer Sitz der Bischöfe von Ottana, während deren Kathedrale entstand. Sie ist romanischen Ursprungs, mit Trachyt verkleidet und hat einen Glockenturm aus dem 14. Jahrhundert mit Reliefs. Wenige Schritte entfernt steht die Granitkirche San Lussorio aus dem 18. Jahrhundert; die Kirche Santissimo Salvatore aus dem 16. Jahrhundert liegt heute auf dem Friedhof.
Landkirchen
In der Umgebung finden Sie San Pietro di Oddini und das Heiligtum Nostra Signora di Sinne.
Nuraghen, Dolmen und Gigantengräber
- Der Nuraghe Aeddos aus großen Granitblöcken, einer der besterhaltenen der Provinz Nuoro.
- Der Nuraghe Càlone auf dem Hügel am Ortseingang.
- Der Dolmen von Sinne und die Gigantengräber von Forolo und sa Turre 'e su Campanile.
- Im Park sa Serra ein Nuraghe mit dreipassigem Bollwerk.
Was man in Orotelli unternehmen kann
Der Park sa Serra nördlich des Dorfes verbindet Natur und Vorgeschichte und eignet sich für Spaziergänge und Mountainbiketouren zwischen Granitfelsen und Nuraghen. In der Umgebung sprudeln die warmen Schwefelquellen von sos Banzos. Handwerksfreunde lernen Schuster kennen, die die cambales – die Lederstiefel der Hirten – von Hand fertigen. Unten finden Sie die Angebote der Anbieter vor Ort – erleben Sie Orotelli aus nächster Nähe.
Geschichte
Orotelli hat nuraghische Wurzeln und wird schon im 12. Jahrhundert im Condaghe von Santa Maria di Bonarcado erwähnt. Im Mittelalter gehörte es zum Judikat Torres, dann zu Arborea; später kam es an Aragon, 1617 zum Marquisat Orani und wurde 1839 freigekauft. Der Ort besteht aus zwei Teilen: dem alten Kern um die Pfarrkirche und dem neueren Viertel Mussinzua.
Essen und Einkaufen
Orotelli hat eine lange Tradition im Weizenanbau, der Grundlage der örtlichen Brote, und eine Hirtenküche mit Käse und Fleisch. Als Mitbringsel eignen sich Lederwaren wie die cambales und Steinarbeiten.
Feste und Traditionen
- Karneval: Er beginnt mit den Feuern des Sant'Antonio Mitte Januar und dauert bis Faschingsdienstag. Die Thurpos («die Blinden») tragen schwarze Kapuzenmäntel aus orbace (grobem Wollstoff) und mit Ruß der Feuer geschwärzte Gesichter: Sie stehen für die Beziehung zwischen Mensch und Tier, Herr und Knecht. Neben Mamoiada und Ottana feiert Orotelli einen der bedeutendsten Karnevale der Barbagia.
- San Giovanni Battista, Schutzpatron, Ende August.
- Autunno in Barbagia, im November.
Lebendig ist auch der Canto a tenore, der sardische Mehrstimmengesang, in einer eigenen örtlichen Variante.
Umgebung
- Oniferi mit den Nekropolen Sas Concas und Brodu.
- Ottana und die Kathedrale San Nicola.
- Orani und das Museo Nivola.
- Nuoro mit Trachtenmuseum und Monte Ortobene.
Anreise und beste Reisezeit
Von Nuoro sind es etwa 20 Minuten über die SS 129; außerdem gibt es einen Halt an der Bahnstrecke Macomer–Nuoro. Die nächsten Flughäfen sind Olbia und Alghero, jeweils etwa eineinviertel bis anderthalb Stunden entfernt. Für die Thurpos kommen Sie zum Karneval, zum Wandern im Frühling oder Herbst.
Häufige Fragen
Wann sieht man die Thurpos?
Während des Karnevals, von den Feuern des Sant'Antonio Mitte Januar bis Faschingsdienstag, vor allem sonntags und an den letzten Tagen.
Wie viel Zeit braucht man für Orotelli?
Einen halben Tag für Kirchen und Nuraghen; einen ganzen mit einer Wanderung in sa Serra.
Liegt Orotelli am Meer?
Nein, es liegt im Landesinneren; die nächste Küste ist etwa eine Autostunde entfernt.







