Barbagia und Region Nuoro · Provincia di Nuoro

Was man in Seulo unternehmen kann

Seulo in der Barbagia: Wasserfälle Su Stampu 'e su Turrunu und Sa Stiddiosa, Höhlen, Nuraghen, Feste und Wandern am Flumendosa.

Seulo, Sardegna
© cristianocani · Wikimedia Commons · CC BY 2.0

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Seulo ist ein kleines Bergdorf im Herzen der Barbagia di Seulo, am Fuß des Monte Perdedu, vom Gennargentu-Massiv durch das Tal des Flumendosa getrennt. Es gehört zur sardischen Blue Zone, der Region, die weltweit für ihre vielen Hundertjährigen bekannt ist. Man kommt wegen des Wassers und der wilden Natur: Schluchten, Wasserfälle, Quellen und Karsthöhlen. Ideal für Sie, wenn Sie gern wandern, Landschaften fotografieren und das ruhige Leben der Bergdörfer schätzen.

Sehenswürdigkeiten in Seulo

Su Stampu 'e su Turrunu

An der Grenze zu Sadali verschwindet das Wasser in einem Schluckloch, fließt durch eine Höhle und tritt als Wasserfall wieder hervor, der in einen kleinen See stürzt. Eines der fotogensten Naturdenkmäler im Inneren Sardiniens.

Sa Stiddiosa und Piscina 'e Licona

Sa Stiddiosa an der Grenze zu Gadoni ist eine mit Moos und Frauenhaarfarn bewachsene Travertinwand, von der Wasser in einen Teich tropft; die Wassermenge schwankt stark zwischen Winter und Sommer. Piscina 'e Licona ist ein weiterer Wasserfall mit Becken am Fluss.

Höhlen und Archäologie

Im Wald von Addolì liegen Karsthöhlen mit Tropfsteinen, etwa Sa Omu 'e Janas. Dazu kommen das nuraghische Dorf Ticci, der Nuraghe Su Nuraxi 'e Pauli, Domus de Janas (in den Fels gehauene Gräber) und S'Arcu 'e su Cuaddu, ein natürlicher Felsbogen mit darunter gehauenem Grab.

Kirchen

Die Pfarrkirche der Unbefleckten Jungfrau stammt aus dem 16. Jahrhundert; im oberen Ortsteil steht die Kirche Santi Pietro e Paolo, die älteste des Dorfes.

Was man in Seulo unternehmen kann

Seulo ist ein Wanderziel: Pfade folgen dem Flumendosa durch Steineichen, Macchia und Kalkfelsen zu Wasserfällen und Naturbecken. Das 2002 gegründete Ökomuseum des oberen Flumendosa bietet thematische Routen. Im Frühjahr färben wilde Pfingstrosen, auf Sardisch s'orrosa 'e padenti, die Hänge des Perdedu. Schluchten und Höhlen erleben Sie am besten mit ortskundigen Führern: Die Touren der Anbieter vor Ort finden Sie gleich unten.

Geschichte

Das Gebiet ist seit der Vorgeschichte besiedelt: In Höhlen fand man einen Muttergöttinnenkopf und seltene Felsmalereien. Es folgten Nuraghen und nuraghische Dörfer. Im Mittelalter war Seulo Hauptort eines Bezirks im Judikat Cagliari, kam dann an Pisa und ab 1324 an die Aragonesen. 1604 wurde es Teil des Herzogtums Mandas, 1839 von der Feudalherrschaft freigekauft.

Essen und Einkaufen

Die Küche ist die der Hirten: Spanferkel und Schweinewurst, der auf Farn gelabte Käse su casu in filixi und su callu 'e crabittu. Süßes: picchirittus und pistoccus de nuxi. Das Handwerk umfasst Teppichweberei und Messer.

Feste und Traditionen

  • Sant'Antonio abate, Mitte Januar, mit Feuern, Wein und Gebäck.
  • S'Orrosa de Padenti, im April, zu Ehren der Pfingstrose.
  • Santi Pietro e Paolo und Schafschur, im Juni.
  • Fest des casu in filixi, im Juli.
  • Andalas, gemeinsame Wanderung am 13. August.
  • Santi Cosma e Damiano, Ende September an der Landkirche.

Umgebung

  • Sadali mit seinem Wasserfall mitten im Dorf.
  • Gadoni und die Mine Funtana Raminosa.
  • Seui, Bergbaudorf derselben Region.
  • Der Gennargentu jenseits des Flumendosa.

Anreise und beste Reisezeit

Nächster Flughafen ist Cagliari-Elmas, etwa zwei Autostunden über Bergstraßen. Der Frühling ist ideal für Pfingstrosen und volle Wasserfälle, der Sommer für ein Bad in den Flussbecken, der Herbst für bunte Wälder.

Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man für Seulo?

Ein bis zwei Tage für Su Stampu 'e su Turrunu, Sa Stiddiosa und das Dorf; ein Wochenende erlaubt zusätzlich Höhlen und Flusswanderungen.

Ist Seulo für Familien geeignet?

Ja, mit wanderfreudigen Kindern: Manche Wege sind kurz, andere anspruchsvoller.

Warum gehört Seulo zur Blue Zone?

Wegen der vielen Hundertjährigen: zwanzig zwischen 1996 und 2016, bei nur wenigen hundert Einwohnern.

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