Was man in Esterzili unternehmen kann
Esterzili: nuraghischer Tempel Sa Domu de Orgia, römische Tafel von Esterzili, Wandern am Monte Santa Vittoria und das Fest der cocoèddas.
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Esterzili (sardisch Istersili) ist ein Bergdorf mit rund 550 Einwohnern auf etwa 700 Metern Höhe am Fuß des Monte Santa Vittoria in der Barbagia di Seulo. Ein Ort von herausragender Archäologie: Hier steht Sa Domu de Orgia, einer der bedeutendsten nuraghischen Tempel der Insel, und hier wurde die berühmte Tafel von Esterzili gefunden. Vom Gipfel überblicken Sie halb Sardinien. Ideal für Wanderer, Geschichtsfreunde und alle, die das ursprüngliche Inland suchen.
Sehenswertes in Esterzili
Sa Domu de Orgia
Auf etwa 1.000 Metern an den Hängen des Santa Vittoria steht dieser nuraghische Tempel aus der zweiten Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. Es ist ein Bau vom Typ Megaron mit zwei Räumen hinter einer Vorhalle in einem heiligen Bezirk – der bedeutendste seiner Art auf Sardinien. Bei Grabungen fand man mehrere Bronzefiguren.
Der Brunnentempel von Monte Nuxi
Ein nuraghischer Brunnentempel, gespeist von der Quelle Monti 'e Nuxi. Insgesamt sind 77 archäologische Stätten verzeichnet, darunter Nuraghen, Gigantengräber und Domus de janas (Felsgräber).
Kirchen und Ortskern
Die Kirche San Michele, dem Schutzpatron geweiht, stammt aus dem 15. Jahrhundert im gotisch-aragonesischen Stil, mit geschnitztem Portal und Glockengiebel. Sant'Antonio da Padova aus dem 17. Jahrhundert liegt auf einem Hügel, San Sebastiano im gleichnamigen Park. Die Pfarrkirche Sant'Ignazio da Laconi von 1972 bewahrt Statuen des 17. und 18. Jahrhunderts. Im Ortskern zieren Murales viele Häuser.
Was man in Esterzili unternehmen kann
Der Aufstieg auf den über 1.200 Meter hohen Monte Santa Vittoria ist ein Muss: Vom Gipfel sehen Sie Campidano, Sarcidano, Gerrei, Gennargentu und an klaren Tagen das Meer der Ogliastra. Die Route ist anspruchsvoll, lässt sich aber mit Sa Domu de Orgia verbinden. Weiter unten verkehrt die Museumsbahn Trenino Verde mit dem Halt Betilli im gleichnamigen Wald, und der Flumendosa-See ist nah. Finden Sie Ihre Tour unter den Erlebnissen der Anbieter vor Ort unten.
Geschichte
Seit vornuraghischer Zeit besiedelt, barg das Gebiet die Tafel von Esterzili, eine Bronzetafel aus dem Jahr 69 n. Chr. mit einem römischen Erlass zu einem Landstreit zwischen den Patulcenses Campani und den Galillenses – eines der wichtigsten Zeugnisse des römischen Sardinien. Im Mittelalter gehörte das Dorf zum Judikat Cagliari, dann zu Pisa und um 1324 zu Aragon. 1604 kam es zum Herzogtum Mandas und wurde 1839 freigekauft.
Essen und Einkaufen
- Su frigadòri: im Ofen gebackenes Zwiebelbrot, warm oder kalt.
- Is cocoèddas: frittierte Teigtaschen, meist mit Kartoffelfüllung.
- Is cocòis prènas: die gebackene, außen knusprige Variante.
Feste und Traditionen
Mitte August, traditionell am 12., feiert das Dorf das Fest des frigadòri und der cocoèddas mit sardischer Musik, Tänzen und Kostproben. Im Jahreslauf wird auch San Michele, der Schutzpatron, gefeiert.
Umgebung
- Flumendosa-See: Ausblicke und Spaziergänge.
- Sadali: der Wasserfall San Valentino mitten im Dorf.
- Villanova Tulo: der Nuraghe Adoni.
- Seulo: der Wasserfall Sa Stiddiosa.
Anreise und beste Reisezeit
Der Flughafen Cagliari-Elmas ist etwa eindreiviertel Autostunden entfernt, über Mandas und Nurri auf kurvigen Inlandstraßen. Beste Zeit ist Mai bis Oktober; im Sommer ist die Bergfrische eine Wohltat, im Winter kann auf den Gipfeln Schnee liegen.
Häufige Fragen
Wie schwer ist der Aufstieg auf den Monte Santa Vittoria?
Anspruchsvoll: Sie brauchen Wanderschuhe, Wasser und, wenn Sie die Gegend nicht kennen, einen Führer.
Wo befindet sich die Tafel von Esterzili?
Sie wurde im Gemeindegebiet gefunden und wird in einem Museum aufbewahrt; das Dorf pflegt die Erinnerung an den Fund.
Ist Esterzili familienfreundlich?
Ja, mit dem Park San Sebastiano und leichten Wegen; für Sa Domu de Orgia sollten Kinder ans Gehen gewöhnt sein.







