Marmilla und Sarcidano · Città metropolitana di Cagliari

Was man in Genoni unternehmen kann

Genoni auf Sardinien: nuraghischer Brunnen von Santu Antine, Fossilien von Duidduru, Museen und die Giara mit ihren Wildpferdchen. Tipps und Feste.

Genoni, Sardegna
© Comune di Genoni · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

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Genoni ist ein kleines Dorf im Sarcidano, an der Grenze zur Marmilla, am Fuß des Vulkanhügels Santu Antine und mit Blick auf die Hochebene Giara di Gesturi. Mehr als ein Drittel der Giara gehört zum Gemeindegebiet, was Genoni zu einem idealen Ausgangspunkt macht, um die berühmten Wildpferdchen zu beobachten. Auf wenigen Kilometern finden Sie eine punische Festung, einen rekordverdächtig tiefen nuraghischen Brunnen, eine Fossilienfundstätte und gut erhaltene Nuraghen, die bronzezeitlichen Steintürme Sardiniens. Ein lohnendes Ziel für Familien, Archäologiefreunde und Wanderer, die das ursprüngliche Sardinien suchen.

Sehenswürdigkeiten in Genoni

Der Hügel Santu Antine

Auf dem Gipfel liegen die Mauern einer punischen Festung, die Ruinen der romanischen Kirche der Heiligen Helena und Konstantin und vor allem ein 39 Meter tiefer nuraghischer Brunnen, der als tiefster Sardiniens gilt. Der Blick reicht weit über die Giara und die Hügel der Marmilla.

Paleo Archeo Centro und Museum des Giara-Pferdchens

Am Fuß des Hügels zeigt das Paleo Archeo Centro Fossilien und Funde aus dem Brunnen von Santu Antine. Im Ort erzählt das Museum des Pferdchens in einem restaurierten Campidaneser Bauernhaus vom Hirtenleben und von der Verbindung zu den kleinen Pferden der Hochebene.

Geotop Duidduru

Ein alter Steinbruch mit Gesteinen und Meeresfossilien aus dem Miozän, als hier noch Meer war. Der Ort ist für Besucher geöffnet und begeistert neugierige Kinder.

Nuraghen und Ortskern

In der Umgebung stehen Dutzende Nuraghen; besonders gut erhalten sind Birìu und Santu Pedru. Auf der Giara liegt der heilige Brunnen Sa Corona Arrubia. Im Ort lohnt das ehemalige Kloster San Sebastiano von 1638 einen Blick.

Was man in Genoni unternehmen kann

Ein Muss ist eine Wanderung auf der Giara: Ebene Pfade führen durch Kork- und Steineichen und Erdbeerbäume zu den paulis, saisonalen Tümpeln, an denen die Pferdchen trinken. Im Frühling, wenn die Tümpel gefüllt sind und alles blüht, ist die Landschaft spektakulär. Sie können mit einem Guide wandern, Mountainbike fahren oder Vögel beobachten; der Aufstieg auf Santu Antine belohnt mit einem schönen Sonnenuntergang. Entdecken Sie weiter unten die Angebote der Anbieter vor Ort und buchen Sie Ihren Tag auf der Giara.

Geschichte

Das Gebiet ist seit der Vorgeschichte besiedelt, war ein Zentrum der Nuraghenkultur und später punischer und römischer Stützpunkt. Im Mittelalter gehörte Genoni zum Judikat Arborea. Nach dessen Fall kam es an die Aragonesen und dann an das Marquisat Laconi, bis 1839 das Feudalsystem endete. Heute gehört der Ort zur Provinz Südsardinien.

Essen und Einkaufen

Die Küche ist bodenständig und von Landwirtschaft und Schäferei geprägt: hausgemachtes Brot, Pecorino und Ricotta, Schaf- und Schweinefleisch sowie Süßes aus Mandeln und Honig. Käse und Hofprodukte finden Sie in den Läden und auf den Dorffesten.

Feste und Traditionen

  • Sant'Antonio Abate im Januar, mit Feuern.
  • Sant'Isidoro Mitte Mai: Umzug mit Wagen, Traktoren und blumengeschmückten Pferden.
  • Madonna del Sacro Cuore Ende Mai, mit Straßen voller Rosenblätter.
  • Heilige Helena und Konstantin Anfang August: das wichtigste Fest, mit Trachten und über hundert Reitern.
  • Santa Barbara, die Schutzpatronin, am 4. Dezember.

Umgebung

  • Gesturi und der Rest der Giara, wenige Minuten entfernt.
  • Barumini mit dem UNESCO-Welterbe Su Nuraxi, etwa 20 Minuten.
  • Laconi mit dem Aymerich-Park und dem Menhir-Museum, etwa 15 Minuten.
  • Nureci und Assolo, Dörfer an der Westseite der Giara.

Anreise und beste Reisezeit

Der nächste Flughafen ist Cagliari-Elmas, etwa eineinviertel Stunden mit dem Auto: über die SS131 bis Sanluri, dann Richtung Barumini und Gesturi. Der Fährhafen von Cagliari liegt ähnlich weit entfernt. Am schönsten ist der Frühling, wenn die Giara grün ist und die Tümpel voll sind; auch Herbst und Frühsommer sind ideal. Im Hochsommer ist es heiß, wandern Sie also früh am Morgen.

Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man für Genoni?

Ein ganzer Tag reicht für Santu Antine, die Museen und eine Wanderung auf der Giara; mit zwei Tagen können Sie Barumini und Laconi ergänzen.

Sieht man die Giara-Pferdchen wirklich?

Sie leben frei, eine Garantie gibt es also nicht. An den Tümpeln und in den kühleren Stunden stehen die Chancen aber gut, besonders mit einem Guide.

Ist Genoni für Familien geeignet?

Ja: Die Wege auf der Giara sind eben, und Kinder lieben die Fossilien und die Pferdchen.

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