Was man in Morgongiori unternehmen kann
Morgongiori: Tempel Sa Scala 'e Cresia, Domus de janas, Wandern am Monte Arci, handgewebte Teppiche und die einzigartige Pasta lorighittas.

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Morgongiori ist ein Dorf mit rund sechshundert Einwohnern in der oberen Marmilla, am Südhang des Monte Arci, etwa 30 km von Oristano. Man nennt es die „Stadt der Steine“ wegen seiner Häuser aus Trachyt und Basalt, der Rundbogenportale und Innenhöfe. Drei Gründe für einen Besuch: die lorighittas, eine Pasta, die es nur hier gibt; die noch lebendige Teppichweberei; und eine Landschaft voller prähistorischer Stätten und Wanderwege. Ideal für Sie, wenn Sie Wandern, Archäologie, Handwerk und traditionelle Küche lieben.
Sehenswertes in Morgongiori
Der historische Ortskern
Die Gassen bewahren dunkle Steinhäuser mit Bogenportalen, Loggien und Höfen. Die Pfarrkirche Santa Maria Maddalena von 1673 hütet das historische Archiv des Ortes.
Sa Scala 'e Cresia
Der eindrucksvollste Ort: eine tiefe Felsspalte, Sa Domu 'e is Caombus, mit einer Basalttreppe hinab zum unterirdischen nuraghischen Tempel Sa Scala 'e Cresia bei Sa Punta 'e Santu Marcu.
Domus de janas und Menhir
Bei Prabanta liegen die Domus de janas (in den Fels gehauene prähistorische Gräber, wörtlich „Feenhäuser“) Sa Sala und Su Forru, verbunden mit der Legende der Hexe Luxia Arrabiosa, sowie der Menhir Su Furconi. Dazu kommen Nuraghen wie Trunku de is Pillonis und S'Omu 'e s'Orcu.
Das Muvat
Das lebendige Museum der Textilkunst zeigt Teppiche, Wandbehänge und Satteltaschen; Frauen aus dem Dorf führen das Weben am traditionellen Horizontalwebstuhl vor. Im Ort befindet sich auch das Umweltzentrum des Parks Monte Arci.
Was man in Morgongiori unternehmen kann
Der Monte Arci ist ein erloschener Vulkan: Wege durch Steineichen und Macchia führen zum Pinienwald is Benas, zu Quellen, kleinen Wasserfällen und Höhlen bis hinauf zur Sa Trebina Longa (812 m), einem alten Vulkanschlot. An den Felswänden wird geklettert, auf den Pisten Mountainbike gefahren, und unterwegs sehen Sie Conca Mraxi, den „Kopf des Kriegers“. Mit Glück begegnen Ihnen Wildpferde, Bussarde und Falken, am Boden glänzen Obsidiansplitter. Wählen Sie unten aus den Touren und Erlebnissen der Anbieter vor Ort.
Geschichte
Besiedelt ist das Gebiet seit der Vorgeschichte, als Obsidian vom Monte Arci abgebaut, bearbeitet und im Mittelmeerraum gehandelt wurde. In der Nuraghenzeit entstanden Türme und Heiligtümer. Im Mittelalter gehörte der Ort zum Judikat Arborea, dann zum Marquisat Oristano und ab 1478 zu Aragon. Er war Lehen der Carroz, Centelles, Català und Osorio de la Cueva, bis er 1839 freigekauft wurde.
Essen und Einkaufen
Die lorighittas sind der Stolz des Dorfes: zwei Grießteigstränge, von Hand zu einem kleinen Ring (loriga) gedreht, meist mit Tomaten-Fleisch-Soße serviert. Als Mitbringsel eignen sich handgewebte Teppiche und Wandbehänge mit traditionellen Mustern sowie die gutturadas, gewebte Halsbänder zum Schmuck von Pferden und Ochsen.
Feste und Traditionen
- Mitte Mai: das Fest der Bauern mit Prozession geschmückter Pferde und Ochsen.
- Anfang August: das beliebte Lorighittas-Fest.
- August: die Ausstellung von Wandbehängen und Teppichen.
- Mitte Oktober: das Fest Santa Suia.
Umgebung
- Pau: das Obsidianmuseum.
- Ales: Kathedrale und Geburtsort Antonio Gramscis.
- Pompu: der Nuraghe Santu Miali.
- Giara di Gesturi: die Hochebene der Wildpferde.
Anreise und beste Reisezeit
Oristano ist etwa 40 Minuten entfernt, der Flughafen Cagliari-Elmas rund eineinviertel Stunden über die SS131, Ausfahrt Richtung Uras. Frühling und Herbst sind ideal zum Wandern, der August ist der Monat der Feste.
Häufige Fragen
Wie viel Zeit braucht man für Morgongiori?
Einen halben Tag für Dorf, Muvat und Sa Scala 'e Cresia; einen ganzen Tag mit einer Wanderung am Monte Arci.
Was sind lorighittas?
Eine ringförmige frische Pasta, von Hand aus zwei Teigsträngen gedreht – typisch nur für Morgongiori.
Ist Morgongiori familienfreundlich?
Ja, mit leichten Wegen im Pinienwald und Webvorführungen, die Kinder begeistern; auf der Treppe von Sa Scala 'e Cresia sind Vorsicht und festes Schuhwerk nötig.





