Was man in Pau unternehmen kann
Pau, das Obsidian-Dorf Sardiniens: Museum, Sentiero Corvino im Naturpark Monte Arci, Kirchen und handgemachter Schmuck. Tipps für Ihren Besuch.

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Pau ist ein winziges Dorf in der Alta Marmilla, auf etwa 300 Metern Höhe am Westhang des Monte Arci in der Provinz Oristano. Man nennt es das „Dorf des Obsidians“: Das schwarze vulkanische Glas, das in der Vorgeschichte im ganzen Mittelmeerraum gehandelt wurde, glitzert noch heute an den Wegen des Berges. Mit einem eigenen Museum, Schmuckwerkstätten und Steineichenwäldern ringsum ist Pau ein idealer Halt für Wanderer, neugierige Familien und Freunde der Vorgeschichte.
Sehenswürdigkeiten in Pau
Obsidian-Museum
Am Ortsrand zeigt das Museum, wie der Obsidian des Monte Arci gesammelt und zu Klingen, Pfeilspitzen und Werkzeugen verarbeitet wurde, mit Nachbildungen antiker Objekte und Werken zeitgenössischer Künstler. Es ist zugleich der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen auf den Berg.
Kirchen
Im Ortszentrum steht die Pfarrkirche San Giorgio martire. Draußen auf dem Land liegt das Kirchlein Santa Prisca, neben der Anhöhe Su Pizzu de sa Campana mit Spuren eines alten Dorfes.
Nuraghen und Skulpturen
Im Gemeindegebiet gibt es den einfachen Turmnuraghen Su Castiu und zwei nuraghische Komplexe. Im Ort erinnern große dunkle Steinblöcke zeitgenössischer Bildhauer, zwei davon auf dem Rathausplatz, an die vulkanische Identität des Dorfes.
Was man in Pau unternehmen kann
Das Erlebnis schlechthin ist der Sentiero Corvino (Scaba Crobina, „rabenschwarzer Pfad“), den schon General La Marmora im 19. Jahrhundert beschrieb: ein steiler Weg durch Haufen glänzenden Obsidians. Das Bergland gehört zum Naturpark Monte Arci, mit Stein- und Flaumeichenwäldern, Quellen und Ausblicken auf die Ebene von Oristano und die Giare; mit etwas Glück sehen Sie Rothirsche, Damhirsche und Greifvögel. Im Dorf können Sie Werkstätten besuchen, in denen Schmuck aus Obsidian und Edelmetallen entsteht. Entdecken Sie weiter unten die Touren und Erlebnisse der Anbieter vor Ort.
Geschichte
Seit der Jungsteinzeit kamen Menschen wegen des Obsidians zum Monte Arci, der über Jahrtausende in ferne Länder gehandelt wurde. In römischer Zeit war die Gegend besiedelt, wie Ziegel, Gefäße und Münzen belegen. Im Mittelalter gehörte Pau zum Judikat Arborea; danach kam es an die Aragonesen und an das Marquisat Quirra, bis 1839 die Feudalherrschaft endete.
Essen und Einkaufen
Die Küche ist ländlich geprägt: Bauernbrot, Hülsenfrüchte, Schafskäse und Fleisch aus der Gegend. Das originellste Souvenir ist handgemachter Obsidianschmuck aus einer der Werkstätten des Dorfes.
Feste und Traditionen
Das beliebteste Fest ist das der Santa Prisca Anfang September an der Landkirche, wenn sich die ganze Gemeinde im Freien trifft.
Umgebung
- Ales, wenige Minuten entfernt: Kathedrale der Heiligen Peter und Paul und Geburtshaus von Antonio Gramsci.
- Villa Verde mit dem Nuraghendorf Brunk'e s'Omu.
- Usellus und die Kirche Santa Reparata auf den Ruinen des römischen Uselis.
- Masullas und sein GeoMuseum des Monte Arci.
Anreise und beste Reisezeit
Pau liegt etwa 40 Autominuten von Oristano entfernt, das man über die SS131 erreicht. Die nächsten Flughäfen sind Cagliari-Elmas, gut eine Stunde entfernt, und Alghero; Fähren legen in Cagliari und Olbia an. Am schönsten ist es von März bis Juni und von September bis November, wenn das Wetter ideal zum Wandern ist.
Häufige Fragen
Darf man in Pau Obsidian sammeln?
Das Gebiet ist Naturpark, und die Vorkommen sind geologisches und archäologisches Erbe: Bewundern und fotografieren Sie sie, aber lassen Sie sie liegen.
Ist der Sentiero Corvino schwierig?
Er ist kurz, aber steil: Wanderschuhe und etwas Kondition sind nötig. Mit einem Guide geht es leichter, und Sie verstehen viel mehr von dem, was Sie sehen.
Ist Pau für Familien geeignet?
Ja, Kinder mögen das Museum und die Wälder; mit Kleinen wählen Sie die sanfteren Wege des Parks.




