Was man in Pompu unternehmen kann
Pompu auf Sardinien: Nuraghe Santu Miali, Hochebene Prabanta, alte Mühlen, Wanderungen am Monte Arci, Brote und Feste der Marmilla.
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Pompu gehört zu den kleinsten Dörfern der Marmilla: gut zweihundert Einwohner im Tal des Rio Laccus, umgeben von Stein-, Kork- und anderen Eichen, etwa 40 Autominuten von Oristano entfernt. Auf Sardisch sagt man «a casin'e Pompu», wenn ein Ort weit ab vom Schuss liegt – doch gerade diese Ruhe macht seinen Reiz aus. Man kommt wegen eines der interessantesten Nuraghen der Gegend, wegen der Spuren der alten Getreidekultur und für Wanderungen Richtung Monte Arci.
Sehenswürdigkeiten in Pompu
Nuraghe Santu Miali
Rund 1,5 km vom Dorf steht der Nuraghe Santu Miali, eine bronzezeitliche Anlage mit Mittelturm und vierpassförmiger Bastion um einen Innenhof. Er war von einem Dorf aus Rundhütten umgeben und blieb lange bewohnt, bis ins Frühmittelalter, wie bei Grabungen gefundene Münzen und Öllampen zeigen.
Hochebene Prabanta
An der Grenze zu Morgongiori bewahrt die Hochebene Prabanta vorgeschichtliche Zeugnisse wie einen etwa dreieinhalb Meter hohen Menhir und mehrere domus de janas – Felsengräber, die der sardische Volksglaube «Feenhäuser» nennt.
Kirchen
Die Pfarrkirche San Sebastiano bewahrt Statuen des Schutzpatrons und des heiligen Georg im Kampf mit dem Drachen aus dem 18. Jahrhundert. Das Heiligtum Santa Maria di Monserrato ist ein alter Wallfahrtsort, verbunden mit der Prozession, von der sich der Überlieferung nach der Ortsname ableitet.
Mühlen und Ölpressen
Im 19. Jahrhundert drehten sich am Bach von Pompu vier Mühlen, und in vielen Häusern sind die steinernen Getreidemühlsteine noch zu sehen. In einem alten Wohnhaus blieb eine Olivenpresse aus dem frühen 19. Jahrhundert erhalten.
Was man in Pompu unternehmen kann
Pompu ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren durch bewaldete Hügel und zum Monte Arci, dem für seinen Obsidian berühmten erloschenen Vulkan: In der Umgebung wurden alte Werkstätten entdeckt, in denen der schwarze Stein bearbeitet wurde, und das Massiv liefert auch Achate und andere Mineralien. Kombinieren Sie Santu Miali mit weiteren Stätten wie dem Nuraghen Su Sensu. Weiter unten finden Sie die Erlebnisse der Anbieter vor Ort.
Geschichte
Das Gebiet war in vornuraghischer, nuraghischer und römischer Zeit besiedelt. Der Name kommt vermutlich vom lateinischen pompa, «Umzug»: Die Bewohner hüteten das Heiligtum und richteten die Prozession aus. Im Mittelalter gehörte Pompu zum Judikat Arborea, Bezirk Parte Montis; es folgten die Aragonesen und ab 1603 das Marquisat Quirra, bis zum Freikauf 1839. 1927 mit Masullas und Siris zusammengelegt, ist es seit 1961 wieder eigenständig.
Essen und Einkaufen
Pompu ist Weizenland, und das schmeckt man an den traditionellen Broten: civraxiu, coccoi, lada und das verzierte pani pintau. Zu den Süßspeisen gehören Amaretti, gueffus, pabassinos und pardulas. Auch die Weberei hat hier Tradition.
Feste und Traditionen
- San Sebastiano, der Schutzpatron, am 20. Januar mit großem Feuer.
- Marienfest Anfang September mit Prozession der Statue.
- Brot- und Getreidefest, das die Ackerbautradition des Dorfes feiert.
Umgebung
- Masullas, rund 2 km entfernt: Kirche San Leonardo und GeoMuseo Monte Arci.
- Siris mit dem Nuraghe de Inus.
- Morgongiori mit Sa Scaba 'e Cresia.
- Simala und Curcuris, kleine Dörfer der Marmilla.
Anreise und beste Reisezeit
Verlassen Sie die SS 131 Carlo Felice Richtung Uras und fahren Sie weiter nach Masullas, wenige Minuten von Pompu. Flughafen und Hafen von Cagliari liegen etwa eineinviertel Stunden entfernt. Frühling und Herbst sind ideal für Wanderungen; im Januar ist das Feuer von San Sebastiano ein guter Grund wiederzukommen.
Häufige Fragen
Wie viel Zeit braucht man für Pompu?
Einen halben Tag für Dorf und Santu Miali; mit Masullas und Siris wird ein ganzer Tag daraus.
Ist Pompu für Familien geeignet?
Ja: Der Nuraghe liegt nah am Dorf, und die ruhige Landschaft eignet sich für leichte Spaziergänge.
Was bedeutet «a casin'e Pompu»?
Eine sardische Redensart für einen sehr abgelegenen Ort – die Einheimischen nehmen sie heute mit Humor.





