Was man in Gesico unternehmen kann
Gesico, Dorf der sieben Kirchen: Santa Giusta, Sant'Amatore, Monte San Mauro, Nuraghen, Schneckenfest und Anreise.
Wir sammeln gerade die ersten Erlebnisse für diese Gegend. Schauen Sie bald wieder vorbei oder empfehlen Sie uns einen Anbieter.
Gesico (sardisch Gèsigu) ist ein kleines Dorf an der Nordspitze der Trexenta, im Tal des Rio Mannu am Fuß des Monte San Mauro, etwa eine Autostunde von Cagliari entfernt. Man nennt es das „Dorf der sieben Kirchen und der Schnecken“: In seinen Gassen finden Sie mittelalterliche Kirchen, Murales und Skulpturen, ringsum ein dichtes Netz nuraghischer Stätten. Ein schönes Ziel für Freunde sakraler Kunst, Archäologie und Dorffeste.
Sehenswürdigkeiten in Gesico
Pfarrkirche Santa Giusta
Mitte des 16. Jahrhunderts erbaut, verbindet sie eine romanisch anmutende Fassade und einen Glockenturm pisanischer Prägung mit einem katalanisch-gotischen Innenraum. Sie birgt acht barocke Altäre aus farbigem Marmor, ein Retabel der Seelen im Fegefeuer und ein Holzkruzifix aus dem 16. Jahrhundert.
Heiligtum Sant'Amatore
Ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert, ist es die Kirche, an der die Einheimischen am meisten hängen. Im Inneren sehen Sie einen spätrömischen Marmorsarkophag und den Altar sa moba de sant'Amadu („der Mühlstein des heiligen Amatore“), verbunden mit der Legende seines Martyriums; die Reliquien ruhen in einem Silberschrein.
Die übrigen Kirchen
Dazu kommen Santa Maria d'Itria mittelalterlichen Ursprungs, errichtet an der Stelle einer römischen Villa; das Kirchlein San Mauro auf dem Berggipfel; sowie die Ruinen von San Rocco, Santa Lucia (mit einer spätpunischen Nekropole) und San Sebastiano, das auf einer nuraghischen Siedlung steht.
Monte San Mauro und die Nuraghen
Der Monte San Mauro, auch Corona genannt, rund 500 Meter hoch, ist ein wertvolles Naturgebiet, das schon in nuraghischer Zeit besiedelt war: Man fand hier Pfeilspitzen aus Obsidian. Im Gemeindegebiet gibt es etwa alle anderthalb Quadratkilometer eine nuraghische Stätte; besonders lohnend sind die aussichtsreiche Nuraghe Sitziddiri und die Komplexe San Sebastiano und Accasa.
Was man in Gesico unternehmen kann
Wandern Sie auf den Monte San Mauro mit Blick über die Trexenta, folgen Sie einer Route zu den sieben Kirchen und entdecken Sie Murales und Skulpturen sardischer Künstler zwischen den Häusern. Die Feldwege eignen sich für Spaziergänge und Radtouren, besonders im Frühling. Weiter unten finden Sie die Angebote der Anbieter vor Ort – wählen Sie das passende Erlebnis.
Geschichte
Seit nuraghischer Zeit und später in punischer und römischer Zeit besiedelt, bestand Gesico bereits im 12. Jahrhundert als Dorf im Bezirk Siurgus des Judikats Cagliari. Nach 1258 kam es an Pisa, um 1324 an Aragon; 1355 entsandte es Vertreter zum Parlament, das Peter IV. in Cagliari einberief. Nach mehreren Feudalherren wurde es 1839 freigekauft.
Essen und Einkaufen
Schnecken sind das kulinarische Wahrzeichen des Dorfes, das zum Netzwerk der italienischen „Schneckenstädte“ gehört. Auf Sardisch heißen sie sizzigorrus und werden geschmort oder in würzigen Soßen zubereitet. Dazu gibt es Brot und Pasta aus Trexenta-Hartweizen, Schafskäse und Mandelgebäck.
Feste und Traditionen
- Mitte Juni: Fest von Santa Giusta und Sant'Isidoro.
- September: Prozession zum Kirchlein San Mauro auf dem Berg.
- Ende Oktober: Fest des Sant'Amatore.
- Schneckenfest: das beliebteste kulinarische Ereignis, mit Verkostung von Schneckengerichten.
Umgebung
- Mandas, rund 4 km entfernt, mit der Kirche San Giacomo.
- Siurgus Donigala und der Mulargia-See.
- Suelli mit dem Komplex San Pietro und San Giorgio.
- Guamaggiore und die Nuraghe Barru.
- Selegas mit seinen Murales.
Anreise und beste Reisezeit
Flughafen und Hafen liegen in Cagliari, etwa 60 km entfernt. Mit dem Auto über die SS131 bis Monastir, dann die SS128 Richtung Senorbì und Mandas. Die Regionalbahn zwischen Cagliari (Monserrato) und Isili hat einen Bahnhof etwa 3 km vom Dorf. Der Frühling ist ideal für Wanderungen auf den Berg; im Herbst lockt das Fest des Sant'Amatore.
Häufige Fragen
Warum heißt Gesico „Dorf der sieben Kirchen“?
Weil es in seinem Gebiet sieben Kirchen gibt – vier in Gebrauch, drei als Ruinen – vom Mittelalter bis zur Neuzeit.
Wie viel Zeit braucht man?
Einen halben Tag für Kirchen und Ortskern; mit dem Aufstieg zum Monte San Mauro und einer Nuraghe einen ganzen Tag.
Liegt Gesico am Meer?
Nein, es liegt im Landesinneren. Die nächsten Strände sind rund um Cagliari, gut eine Stunde entfernt.






