Marmilla und Sarcidano · Città metropolitana di Cagliari

Was man in Nuragus unternehmen kann

Nuragus: Nuraghe Santu Millanu, Brunnentempel von Coni, Nuraghe Valenza, Heiligtum Sant'Elia, Nuragus-Wein und die Feste des Dorfes.

Nuragus, Sardegna
© Cristiano Cani · Wikimedia Commons · CC BY 2.0

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Nuragus ist ein Dorf mit rund achthundert Einwohnern an der Grenze zwischen Marmilla und Sarcidano, nördlich der Giara, etwa 75 km von Cagliari. Der Name verrät es: Die Gegend ist übersät mit Nuraghen (bronzezeitlichen Steintürmen), darunter die große Anlage Santu Millanu, und bewahrt die Erinnerung an das römische Valentia. Hier ist auch die weiße Rebsorte Nuragus zu Hause, eine der verbreitetsten Sardiniens. Ein Ziel für Liebhaber von Archäologie, Wein und ländlichen Traditionen.

Sehenswertes in Nuragus

Der Nuraghe Santu Millanu

Die bedeutendste und am besten erhaltene Stätte: ein Mittelturm, umgeben von einer Bastion mit vier Ecktürmen, dazu Spuren eines bis in römische Zeit genutzten Dorfes. Benannt nach einer im 19. Jahrhundert verschwundenen Kapelle San Gemiliano, ziert er das Gemeindewappen.

Der Brunnentempel von Coni

Nahe Santu Millanu liegt dieser kleine, fein gebaute Brunnentempel mit Treppe und unterirdischer Quellkammer. Darin fand man die weibliche Bronzefigur, bekannt als „betende Matriarchin“.

Der Nuraghe Valenza und weitere Stätten

Der Nuraghe Valenza (oder Alenza) ist einer der seltenen fünftürmigen Nuraghen. Auf der Hochebene Pranu is Ciaexìus, an der Grenze zu Nurallao, liegt das Gigantengrab Aiodda mit Fragmenten verzierter Menhire. Dutzende Nuraghen und Domus de janas (Felsgräber) gibt es in der Gegend; viele Funde sind im Archäologischen Nationalmuseum in Cagliari ausgestellt.

Die Kirchen

Das Heiligtum Sant'Elia, mittelalterlichen Ursprungs, war jahrhundertelang das religiöse Zentrum der Gegend; unter seinen Loggien fand ein jährlicher Markt statt. Die Pfarrkirche Santa Maria Maddalena besitzt barocke Holzaltäre und Ausstattung aus dem 18. Jahrhundert.

Was man in Nuragus unternehmen kann

Am besten erleben Sie Nuragus auf einer archäologischen Route zwischen Santu Millanu, dem Brunnen von Coni und dem Nuraghe Valenza, zu Fuß oder per Rad durch Felder und Weiden. Weinfreunde verkosten den Nuragus, einen frischen, süffigen Weißen, in den Kellereien der Umgebung. Die Giara mit ihren Wildpferden ist nur Minuten entfernt. Lassen Sie sich von den Erlebnissen der Anbieter vor Ort unten inspirieren.

Geschichte

Seit der Vorgeschichte besiedelt, lag hier in römischer Zeit Valentia, von Plinius und Ptolemäus als Zentrum des Volkes der Valentini erwähnt; der Überlieferung nach gründeten Überlebende seiner Zerstörung das Dorf. Im Mittelalter gehörte Nuragus zum Judikat Arborea. Nach der Schlacht von Sanluri 1409 kam es an Aragon und verschiedene Lehnsfamilien, zuletzt zum Marquisat Laconi, bis zum Freikauf 1839.

Essen und Einkaufen

Star ist der Nuragus-Wein aus der nach dem Dorf benannten Rebe, früher wegen ihrer Robustheit axina burda genannt. Probieren Sie is tallarinus, Bandnudeln mit saurem Käse, und su turroni de cixiri, einen lokalen Nougat. Hervorragend sind auch die Käse vom sardischen Schaf.

Feste und Traditionen

  • Januar: San Sebastiano.
  • Mai: Sant'Isidoro und das Tallarinus-Fest.
  • Anfang Juli: Sant'Elia, das wichtigste Fest.
  • Ende Juli: Santa Maria Maddalena, die Schutzpatronin.
  • November: das Fest des turroni de cixiri.

Umgebung

  • Giara di Gesturi: die Wildpferde.
  • Laconi: Museum der Menhirstatuen und Park Aymerich.
  • Isili: der Nuraghe Is Paras.
  • Barumini: Su Nuraxi, UNESCO-Welterbe.

Anreise und beste Reisezeit

Vom Flughafen Cagliari-Elmas über die SS131 bis Sanluri, dann Richtung Barumini und Gesturi: etwa eineinviertel Stunden. Frühling und Herbst sind ideal für die Fundstätten; im Juli feiert man Sant'Elia und die Maddalena.

Häufige Fragen

Wie viel Zeit braucht man für Nuragus?

Einen halben Tag für die wichtigsten Stätten; einen ganzen Tag mit Giara oder Barumini.

Ist Nuragus familienfreundlich?

Ja, die Nuraghen sind leicht erreichbar und begeistern Kinder; im Sommer an Wasser und Hut denken.

Stammt der Nuragus-Wein von hier?

Ja, die Rebe trägt den Namen des Dorfes, wo sie bis Mitte des 20. Jahrhunderts auf fast allen Feldern wuchs.

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