Was man in Silius unternehmen kann
Silius im Gerrei, Sardinien: Ruinen der Burg Sassai, Nuraghen, Wandern am Monte Ixi, Feste und Reisetipps.

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Silius ist ein Dorf mit rund tausend Einwohnern im Gerrei, auf fast 600 Metern am Osthang des Monte Ixi, etwa 50 km von Cagliari entfernt. Die Häuser breiten sich fächerförmig über fruchtbare Felder und Weiden aus, die zum Flumendosa abfallen. Hier finden Sie die Ruinen einer mittelalterlichen Burg, zahlreiche Nuraghen und tief verwurzelte religiöse Feste. Ideal für Wanderer, Archäologie-Fans und alle, die sich für das Leben im Inselinneren interessieren.
Sehenswertes in Silius
Die Burg Sassai
Auf einem Hügel nördlich des Ortes stehen die Ruinen der Burg Sassai, auch Orguglioso genannt. Sie wurde Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut, um ein weites Gebiet samt einem Abschnitt des Flumendosa zu kontrollieren, und im 14. Jahrhundert in den Kriegen zwischen Sarden und Aragonesen zerstört. Der Blick über die Täler des Gerrei lohnt den Aufstieg.
Nuraghen und prähistorische Stätten
Im Gebiet gibt es viele Nuraghen (bronzezeitliche Steintürme), darunter Santu Damianu, Sassai, Arrularis und Bruncu Mannu, dazu die kupferzeitlichen Steinkreise von S'Incorradroxiu (Corona Arrubia) und die Felsgräber, domus de janas, von Pala de su Nuraxi.
Kirchen
Die Pfarrkirche ist den heiligen Felicitas und Perpetua geweiht, Märtyrerinnen aus Karthago – eine der ganz wenigen Kirchen Italiens mit diesem Patrozinium. Sie wurde im 19. Jahrhundert neu errichtet und hat eine schlichte Giebelfassade und ein einziges Schiff. Dazu kommt die Kirche San Sebastiano e Santa Barbara.
Was man in Silius unternehmen kann
Der Monte Ixi ist mit 840 Metern der höchste Punkt der Gegend; nahe dem Gipfel entspringt die Quelle Is Alinos. Wege und Feldstraßen verbinden Burg, Nuraghen und Quellen – ideal zum Wandern, Mountainbiken und Reiten. Das Flussspatbergwerk erinnert an die Bergbautradition des Ortes. Weiter unten finden Sie Erlebnisse lokaler Anbieter, um das Gerrei mit Führung zu entdecken.
Geschichte
Seit dem späten Neolithikum besiedelt, blühte die Gegend in der Bronzezeit auf; später nutzten auch die Römer die Nuraghen. Im Mittelalter gehörte Silius zum Bezirk Gerrei im Judikat Cagliari, nach 1258 zu Pisa und um 1324 zu Aragón. 1681 kam es zur Grafschaft Villasalto, dann zum Marquisat Villaclara, und wurde 1839 mit der Abschaffung des Feudalsystems freigekauft.
Essen und Einkaufen
Die Küche wurzelt in Landwirtschaft und Weidewirtschaft: Käse, Schaf- und Ziegenfleisch, Brot und traditionelles sardisches Gebäck, vor allem an Festtagen.
Feste und Traditionen
- 20. Januar: San Sebastiano.
- 7. März und Mitte Juni: Feste der Schutzheiligen Felicitas und Perpetua.
- Karwoche: Osterriten mit S'Incontru, der Begegnung des auferstandenen Christus mit der Madonna.
- Mitte Juli: Santa Barbara, mit Prozession bis zum Bergwerk Muscadroxiu.
- Anfang Dezember: Santa Barbara, Schutzpatronin der Bergleute.
Umgebung
- San Nicolò Gerrei: die Stätte Santu Iaci und die dreisprachige Säule.
- Ballao: der Flumendosa und der Brunnentempel Funtana Coberta.
- Goni: der Menhir-Park Pranu Muttedu.
- Villasalto: das Bergwerk Su Suergiu.
Anreise und beste Reisezeit
Flughafen und Hafen liegen in Cagliari, etwa eine Autostunde entfernt über Dolianova und San Nicolò Gerrei. Frühling und Herbst eignen sich am besten für den Aufstieg zur Burg; im Sommer sorgt die Höhenlage für angenehme Abende.
Häufige Fragen
Kann man die Burg Sassai besichtigen?
Ja, die Ruinen liegen auf einem Hügel nördlich des Ortes; tragen Sie bequeme Schuhe.
Wie viel Zeit braucht man für Silius?
Einen halben Tag für Burg und Ort, einen ganzen mit einer Wanderung am Monte Ixi.
Ist Silius familienfreundlich?
Ja, Burg und Nuraghen sind für Kinder ein Abenteuer, und die Umgebung ist ruhig.





