Was man in Goni unternehmen kann
Goni, Sardinien: Menhir-Park Pranu Mutteddu, Nuraghe Goni am Mulargia-See, Feste, Handwerk und Anreise im Überblick.

Wir sammeln gerade die ersten Erlebnisse für diese Gegend. Schauen Sie bald wieder vorbei oder empfehlen Sie uns einen Anbieter.
Goni (sardisch Gòni) ist ein winziges Dorf mit einigen hundert Einwohnern im Tal des Flumendosa, zwischen Trexenta und Gerrei, umgeben von Eichen, Steineichen und Korkeichen. Berühmt ist es für den archäologischen Park Pranu Mutteddu, eine der bedeutendsten Menhir-Stätten des Mittelmeerraums, und für eine Nuraghe mit Blick auf den Mulargia-See. Ideal für alle, die Vorgeschichte, stille Natur und noch wenig besuchte Orte lieben.
Sehenswürdigkeiten in Goni
Archäologischer Park Pranu Mutteddu
Wenige Kilometer vom Dorf entfernt liegt in einem Korkeichenwald ein rund 20 Hektar großes Areal aus der Jungsteinzeit (etwa 3200–2800 v. Chr.). Hier stehen rund sechzig Menhire (sardisch perdas fittas, „eingerammte Steine“) – die höchste bekannte Dichte Sardiniens; eine Reihe von etwa zwanzig Steinen folgt dem Lauf der Sonne. Dazu kommen Kreisgräber mit Plattengängen, die Nekropole Nuraxeddu und die Domus de Janas (Felsgräber, wörtlich „Feenhäuser“) von Genna Accas. Ein Ort für einen ruhigen Rundgang, am besten mit Führung.
Nuraghe Goni
Auf einer Hochebene über dem Dorf steht eine einzeltürmige Nuraghe (prähistorischer Steinturm) aus der Bronzezeit aus Kalksteinblöcken, rund 8 Meter hoch, mit intakter Tholos-Kammer (Kraggewölbe). Von oben haben Sie einen schönen Blick über den Mulargia-See.
Peinconi
Etwa 500 Meter vom Dorf entfernt treten bei Peinconi Graptolithen zutage, seltene Meeresfossilien aus dem Paläozoikum – spannend für Geologie-Fans.
Was man in Goni unternehmen kann
Goni ist ideal zum Wandern: zwischen Menhiren und Korkeichen in Pranu Mutteddu, zur Nuraghe hinauf für den Sonnenuntergang über dem See oder zu Fuß und per Rad über Feldwege Richtung Flumendosa. Der nahe Mulargia-See eignet sich für Kajak und Radtouren am Ufer. Weiter unten finden Sie die Angebote der Anbieter vor Ort: Führungen, Wanderungen und Outdoor-Aktivitäten.
Geschichte
Das Gebiet ist mindestens seit dem 4.–3. Jahrtausend v. Chr. besiedelt, wie Pranu Mutteddu zeigt, später auch in nuraghischer Zeit. Im Mittelalter gehörte Goni zum Judikat Cagliari, Bezirk Siurgus. Nach 1258 kam es an Pisa, 1324 an Aragon, das es als Lehen vergab; im 18. Jahrhundert wurde es Teil der Markgrafschaft San Tommaso, bis zur Abschaffung des Feudalsystems 1839.
Essen und Einkaufen
Die Küche ist die des südsardischen Binnenlands: hausgebackenes Brot, Schaf- und Ziegenkäse, Braten, Hülsenfrüchte und Mandelgebäck. Das traditionelle Handwerk von Goni ist die Korkverarbeitung und das Flechten von Körben, über Generationen weitergegeben.
Feste und Traditionen
- Ende März: Frühlingstag im archäologischen Park.
- Ende Juli: Patronatsfest San Giacomo Maggiore (Jakobus) mit feierlicher Prozession durch das Dorf.
Umgebung
- Mulargia-See, direkt unterhalb des Dorfes.
- Escalaplano und Ballao, etwa 7 km entfernt, mit den Tälern des Flumendosa und dem Brunnenheiligtum Funtana Coberta in Ballao.
- Siurgus Donigala mit alten Kirchen und dem Fest der riesigen Votivkerzen.
- Orroli mit der Nuraghe Arrubiu, etwa eine halbe Stunde entfernt.
Anreise und beste Reisezeit
Flughafen und Hafen liegen in Cagliari, etwa 70 km bzw. gut eine Autostunde entfernt, über die Trexenta und Siurgus Donigala. Ein Auto ist nötig. Am schönsten ist der Frühling, wenn die Wiesen um die Menhire grün sind und blühen, oder der Herbst; im Sommer besuchen Sie die Stätten am besten früh morgens oder am späten Nachmittag.
Häufige Fragen
Wie viel Zeit braucht man für Pranu Mutteddu?
Rechnen Sie mit mindestens zwei Stunden für den Park; mit der Nuraghe Goni und einem Halt am Mulargia-See wird ein halber Tag daraus.
Liegt Goni am Meer?
Nein, es liegt im Landesinneren. Die nächste Küste ist der Südosten, über eine Autostunde entfernt.
Ist es für Kinder geeignet?
Ja: Zwischen Menhiren durch den Wald zu laufen begeistert Kinder. Nehmen Sie in den warmen Monaten Wasser und Hut mit.





