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Was man in San Nicolò Gerrei unternehmen kann

San Nicolò Gerrei, Sardinien: Santu Iaci und die dreisprachige Säule, Nuraghen, heilige Quellen, Feste und Reisetipps.

San Nicolò Gerrei, Sardegna
© piantisergio · Wikimedia Commons · CC BY 3.0

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San Nicolò Gerrei ist ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf mit etwa 700 Einwohnern im Gerrei, dem Hügelland südlich des Flumendosa, rund eine Autostunde von Cagliari entfernt. Auf Sardisch heißt es Pauli Gerrei: Bis 1863 hieß der Ort einfach Pauli («Sumpf»), da er in einer quellenreichen Senke liegt. Archäologen kennen ihn wegen der dreisprachigen Säule von Santu Iaci, einer der bedeutendsten antiken Inschriften Sardiniens. Ein Ziel für alle, die Archäologie, Ruhe und abgelegene Landschaften suchen.

Sehenswertes in San Nicolò Gerrei

Santu Iaci und die dreisprachige Säule

Etwa 4 km vom Ort entfernt liegt Su Putzu de Santu Iacci, wo eine Quelle einst in einem nuraghischen Brunnenheiligtum gefasst war. Heute sieht man Ruinen und Keramikscherben von der nuraghischen bis zur römischen Zeit. 1861 fand man hier einen Säulensockel aus Bronze mit einer Inschrift auf Latein, Griechisch und Punisch aus der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr.: ein Dank für eine Heilung an den Gott Eschmun, den griechischen Asklepios. Das Original befindet sich nicht im Ort, doch der Platz zeigt, wie sehr sich hier Kulturen begegneten.

Nuraghen und heilige Quellen

Im Gemeindegebiet liegen die Nuraghen (bronzezeitliche Steintürme) Monti Taccu und Su Nuraxi, die nuraghische Kulthütte von Forreddus, der Megalithkreis von Mont'Ixi und drei heilige Quellen, darunter die gut erhaltene Su Musuleu.

Der Ort

Im Zentrum steht die Kirche des Schutzpatrons San Nicola, nach dem das Dorf benannt ist.

Was man in San Nicolò Gerrei unternehmen kann

Die sanft gewellte Landschaft aus Hochebenen, Quellen und Weiden eignet sich für Spaziergänge sowie für Rad- und Reittouren zwischen den Fundstätten. Der Monte Ixi an der Grenze zu Silius ist die höchste Erhebung der Gegend. Der Flumendosa und der Park Sette Fratelli sind von hier leicht erreichbar. Weiter unten finden Sie die Erlebnisse lokaler Anbieter.

Geschichte

Die Gegend ist seit der Jungsteinzeit besiedelt und reich an nuraghischen Spuren; in punischer und römischer Zeit gab es hier bereits eine Siedlung, wie ein Schatz römischer Münzen und ein Marmorsarkophag mit Apollon und den Musen belegen, der sich heute fern von Sardinien befindet. Im Mittelalter war der Ort als Pauli Gerrei Hauptort des Bezirks Gerrei im Judikat Cagliari. Danach kam er an Pisa und um 1324 an Aragón. 1681 wurde er Teil der Grafschaft Villasalto, später des Marquisats Villaclara, und 1839 mit dem Ende des Feudalsystems freigekauft.

Essen und Einkaufen

Die Küche folgt der Hirtentradition des Gerrei: Schaf- und Ziegenkäse, Lammfleisch, hausgebackenes Brot und sardisches Gebäck mit Mandeln und Honig. Auf den Feldern wachsen Getreide und Wein.

Feste und Traditionen

Der Schutzpatron San Nicola wird zweimal im Jahr gefeiert: Mitte Mai und Anfang Dezember, mit Gottesdiensten und Dorffesten.

Umgebung

  • Silius: die Ruinen der Burg Sassai.
  • Villasalto: das Antimon-Bergwerk Su Suergiu.
  • Armungia: Nuraghe auf dem Platz und das Haus von Emilio Lussu.
  • Goni: der Menhir-Park Pranu Muttedu.

Anreise und beste Reisezeit

Flughafen und Hafen liegen in Cagliari, etwa eine Autostunde entfernt über die SS387 via Dolianova. Am schönsten ist es im Frühling, wenn die Felder grün sind, und im Herbst; im Sommer besuchen Sie die Fundstätten am besten früh am Morgen.

Häufige Fragen

Wo befindet sich die dreisprachige Säule?

Sie wurde in Santu Iaci im Gemeindegebiet gefunden, das Original wird jedoch außerhalb Sardiniens in Turin aufbewahrt.

Wie viel Zeit braucht man für San Nicolò Gerrei?

Ein halber Tag reicht für den Ort und eine Fundstätte; kombinieren Sie ihn mit Silius oder Villasalto für einen ganzen Tag im Gerrei.

Lohnt sich der Besuch auch ohne Interesse an Archäologie?

Ja, wenn Sie Ruhe, Natur und ländliche Küche suchen: ein guter Ausgangspunkt für das Tal des Flumendosa.

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